Event Tracking: So misst du Ereignisse und die Nutzung von Elementen auf deiner Webseite, um die Usability zu verbessern

09. Januar 2015 von Nico Puhlmann

events-usability

Hast du dich nicht schon immer gefragt, ob und wie einzelne Elemente deiner Webseite von den Nutzern genutzt werden? Wird der Button geklickt, die Suche genutzt, ein Video gespielt oder eine bestimmter Link angeklickt? Und wenn ja, wann und wie oft? Alle diese und ähnliche Fragen kann dir Stetic beantworten! Mit den Ergebnissen und Antworten hast du die Grundlage für die Optimierung der Usability deiner Webseite. Wie das Tracking und die Auswertung funktioniert, möchte ich hier an einigen Beispielen zeigen.

Event-Tracking – Messen von Ereignissen

Mit dem Event-Tracking kannst du jedes Ereignis, dass auf deiner Webseite passiert messen und auswerten. Ein Ereignis (Event) kann ein Klick, das Auswählen eines bestimmten Elementes oder das Ausführen einer bestimmten Funktion sein. Um dieses Ereignis zu messen, muss die Javascript-Funktion „track“ aufgerufen werden, die mit dem bereits auf deiner Webseite installierten Tracking-Code mitgeliefert wird. Achte bitte darauf, dass der bereits installierte Tracking-Code innerhalb des Head-Tags, am besten vor integriert und eine aktuelle Version des Codes genutzt wird. Sind diese beiden Voraussetzungen erfüllt, können Events an jeder beliebigen Stelle deiner Seite gemessen werden:


Ersetze „Mein Event“ bitte mit dem Namen des Events, „schluessel“ und „wert“ mit der Bezeichnung und dem Inhalt der Eigenschaft. Achte bei der Vergabe von Event-Namen bitte darauf, für deine Webseite insgesamt nicht zu viele verschiedene Namen zu vergeben, da die Auswertung sonst sehr unübersichtlich werden könnte.
Ein Klick auf einen Link könnte man zum Beispiel wie folgt messen:

stetic.track('Click', {
  type: 'Textlink',
  page: 'Landing Page 1',
  link: 'Mein Link'
});

Die Vergabe und Auswahl der Eigenschaften liegt ganz bei dir und sollte für die Auswertung sinnvoll gewählt werden. Je mehr Infos du dem Event mit gibst, desto mehr Möglichkeiten der Auswertung hast du später.
Eine genaue Anleitung und mehr Informationen zur Integration erhältst du in unserer Dokumentation zum Event-Tracking.

Beispiel für das Tracking von Buttons

Um die Nutzung von Buttons zu messen, kannst du über den onClick-Handler des Elementes das Event-Tracking starten:

Zum Ziel

Bei umfangreichen Webseiten wäre eine Inline-Definition des onClick-Handlers sehr umständlich und könnte mit jQuery besser so gelöst werden:

Zum Ziel


Einige Zeit nach Integration sollten nun die ersten Daten vorliegen. In der Segmentierung kannst du nun die Daten mit folgenden Einstellungen auswerten:

Segmentierung - Button Tracking

Hier erfährst du mit dem Wert in der Spalte Anzahl wie oft der Button angeklickt wurde und in der zweiten Spalte die Zahl der eindeutigen Besucher, die den Button geklickt haben. Aus dem Ergebnis kannst du nun Rückschlüsse über die Nutzung ziehen und entsprechend optimieren. Wird ein Button wenig oder gar nicht genutzt, solltest du ihn prominenter gestalten, an einer anderen Stelle platzieren oder je nach Möglichkeit ganz entfernen.

Mit diesem Wissen kannst du nun jedes beliebige Element auf deiner Webseite auswerten und optimieren.

Ein reales Beispiel aus der Praxis: der Datumsfilter

Bei Stetic wollten wir wissen, wie oft unser Filter für das Datum insgesamt und auf einzelnen Seiten genutzt wird. Wir messen seit geraumer Zeit jeden Klick auf einen bestimmten Zeitraum des Datefilters und nutzen hierfür den Event „datefilter“ mit den Eigenschaften „page“ für die Url der aktuellen Seite und „label“ für die Bezeichnung des gewählten Zeitraumes. Die Aufruf des Handlers bei Auswahl eines Zeitraumes sieht dann so ähnlich aus wie in folgendem Beispiel:

function(start, end, label) {
  if(typeof(stetic) == "object") {
    stetic.track("datefilter", {label: label, page:window.location.pathname});
  }
  // weiterer Code
}

Möchten wir nun also die Nutzung des Filters auf einer einzelnen Seite erfahren, wählen wir in der Segmentation folgende Eigenschaften aus:

Segmentation Eigenschaften Beispiel Datefilter

Das Ergebnis dieser Abfrage könnte wie folgt aussehen:

Segmentation Ergebnis Beispiel Datefilter

Hier erkennen wir, dass „Letzter Monat“ und „Letzte Woche“ wenig genutzt werden. Da diese Punkte aber meist nur am Anfang eines Monats bzw. einer Woche genutzt werden, ist dies völlig legitim. Die hohe Zahl der Klicks auf „Heute“ ist jedoch ein Zeichen dafür, das der heutige Tag unter Umständen eine bessere Standard-Auswahl wäre, als „Letzte 31 Tage“. Wir könnten also nun auf dieser Seite testweisse die Standard-Einstellung auf den aktuellen Tag („Heute“) ändern und in einigen Tagen, bei gleichem Zeitraum wie in der aktuell gewählten Segmentation, die Klicks auf „Letzte 31 Tage“ auswerten. Ist die Zahl weit unter der der Klicks auf „Heute“, würde es Sinn machen, die Standard-Einstellung des aktuellen Tages beizubehalten.

Jetzt bist du an der Reihe

Nun weißt du, wie du ganz einfach die Nutzung von Elementen auf deiner Webseite messen und auswerten kannst. Die oben gezeigten Beispiele können auf jedes Element übertragen und dort mit wenigen Anpassungen angewendet werden. Probier es am besten gleich aus!

Hast du Beispiele für eine interessante Nutzung des Event-Trackings zur Auswertung der Nutzung von Elementen? Dann würden wir uns über deinen Kommentar auf dieser Seite freuen. Natürlich sind auch alle anderen Kommentare wie immer willkommen.

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