Wertvolle Tipps für deinen Weg zum richtigen Email-Marketing

25. März 2015 von Franziska Schneider

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Obwohl sich Marketing über verschiedene Social Media Kanäle wie Twitter und Facebook immer weiter verbreitet, so greifen viele Unternehmen dennoch auf die gute „alte“ Email zurück. Dies liegt daran, dass eine Vielzahl der Konsumenten auf sie persönlich zugeschnittene Werbung über Emails bevorzugen. Auch die Kommunikation findet mittlerweile überwiegend anderweitig über Social Media statt – und trotzdem geben viele Nutzer an, die Email wäre ihnen am liebsten. Aber auf was musst du nun achten, wenn du künftig zusätzlich mit Mails werben bzw. dies optimieren möchtest?

Fünf Gründe warum Email-Marketing sinnvoll ist

Kosten. Bei der Verwendung des Email-Marketing als Form der Direktwerbung entstehen im Gegensatz zu anderen Werbeträgen geringe Kosten für das Unternehmen. So ist der Versand von Emails in den meisten Fällen kostenlos; gelegentlich für die Erstellung des Newsletters können Kosten anfallen oder wenn man dafür bestimmte Tools verwendet bzw. Agenturen anheuert.

Selektion. Liegen bei den Adressaten Informationen zu Alter, Geschlecht, Ort, Interessen oder ähnlichem vor, also Angaben, die hauptsächlich in Onlineshops durch Versand und Anmeldung zustande kommen, so besteht die Möglichkeit einen Newsletter konkret anzupassen und je nach gewünschtem Kriterium an eine bestimmte Zielgruppe zu senden. So landet die optimale Mail beim richtigen Empfänger.

Messbare Werte. Durch Programme wie zum Beispiel auch Stetic können in Emails versendete Links ausgewertet werden und bieten konkrete Zahlen über die Effektivität dieser Werbemaßnahme. Solche Messungen bei einer Werbung in Printmedien durchzuführen gestaltet sich hingegen schwierig.

Aktualität. Bei Emails besteht der Vorteil hoher Aktualität. An dieser Stelle musst du natürlich beachten, wie oft oder in welchem Rhythmus der Newsletter versendet wird. Allerdings lassen sich Mails schnell und einfach umändern; und das auch noch kurz bevor diese versendet werden.

Multimedial. Wie bei Websites lassen sich auch Emails via HTML oder CSS gestalten. Dadurch besteht die Möglichkeit die Werbebotschaft passend und ansprechend im Design der Website mit Grafiken, Tabellen oder ähnlichem zu erstellen und anzupassen.

Wie man zu Newsletter-Abonnenten kommt

Wer regelmäßig Newsletter versenden möchte, benötigt dafür Empfänger. Diese kann man auf unterschiedliche Art und Weise generieren. Bei einem existierenden Unternehmen, das Kontaktdaten zu seinen Kunden hat, besteht die Möglichkeit diese auch für den Versand des Email-Marketings zu benutzen. Du solltest allerdings beachten, dass Nutzer dies eventuell als störend empfinden, wenn von einem auf den anderen Tag plötzlich „Werbemails“ gezielt in ihrem Postfach landen. Des Weiteren sollte man hier auch auf die zuvor vereinbarten Datenschutzrichtlinien achten und die Mailadresse nicht „missbrauchen“. In jedem Fall holst du dir also im Vorhinein eine Zustimmung deiner Kunden. Des Weiteren ist es in Deutschland nicht erlaubt, einen Newsletter zu versenden, wenn die Anmeldung nicht noch einmal per E-Mail bestätigt wurde. Dies nennt sich Opt-In-Verfahren.

Sollten (noch) keine Adressen vorliegen, so kannst du auf deiner Website eine Anmeldung zum Newsletter einbauen. Diese sollte nicht aufdringlich sowie einfach zu verstehen und zu bedienen sein. Im besten Fall gibt ein potenzieller Leser nur seine Emailadresse ein und klickt auf „Absenden“. Optional besteht dann auch noch die Möglichkeit, auszuwählen, wie oft und zu welchen Themen man den Newsletter bekommen möchte.

Schritt für Schritt wirksame Emails entwickeln

Das Ziel für ein gutes Email-Marketing ist, Mails so zu entwickeln, dass sie geöffnet und gelesen werden, für den Empfänger interessante Informationen enthalten und eine gewünschte Reaktion auslösen. Also zum Beispiel, dass ein bestimmter Artikel gekauft wird oder ein gewisser Blogpost gelesen wird.

Der Grundbaustein schlecht hin ist ein gut gewählter Betreff. Hierbei geht es allerdings nicht darum, Spannung aufzubauen, sondern konkret zu sagen, was Sache ist. Dann sind die Chancen höher, dass der Adressat die Email nicht sofort löscht sondern auch weiterliest. Die optimale Länge für einen Betreff beträgt dabei etwa 55 bis 60 Zeichen.

Was könnte im nächsten Schritt wichtiger sein als eine Email so zu „befüllen“ und gestalten, dass sie ansprechend ist und gerne vom Empfänger gelesen wird? Zunächst einmal solltest du dir dabei überlegen, welchen Inhalt die Mail enthalten soll. Dies könnte eine Zusammenfassung der letzten Blogposts mit entsprechendem Verweis sein, aktuelle Angebote des Onlineshops oder wichtige Hinweise zur Website oder zum Produkt. Hierbei sollte man mit absteigender Relevanz den Inhalt gliedern. Also wichtiges gleich am Anfang, unwichtiger weiter unten. Dabei solltest du auch darauf achten, dass du mit der Menge nicht übertreibst und die Mail nur wichtige Fakten beinhaltet und auf entsprechende Links verweist – in der Kürze liegt die Würze!

Da du bei der Gestaltung einer Email unendlich viele Möglichkeiten hast, solltest du diese auch unbedingt ausnutzen und die Mail am besten im Design deiner Website und für den Leser ansprechend gestalten. Dabei ist vor allem auf eventuelle Bildschirmbegrenzungen zu achten, sodass auch Nutzer mit Netbooks problemlos die Mails lesen können. Ebenso solltest du berücksichtigen, dass immer mehr Menschen ihr Postfach vom Smartphone oder Tablet aus checken und sich dort die Bildschirmauflösung erneut um einiges reduziert. Es ist also wichtig, dass Mails problemlos von mobilen Geräten aus geöffnet und gelesen werden können.

Wann versende ich den Newsletter?

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Wenn die komplette Email fertig ist, stellt sich eigentlich nur noch die Frage nach der richtigen Versandzeit, sodass die Empfänger die Mails möglichst zeitnah öffnen und lesen. Dabei sind nicht nur die Wochentage von Wichtigkeit, sondern auch die Uhrzeit. Empfohlener Weise versendet man seine Mails an private Empfänger am Wochenende, da dort generell weniger Emailverkehr herrscht man gut auffallen kann. Wendet man sich hingegen an ein Unternehmen, so spricht es für sich, dies unter der Woche zu machen. Eine optimale Zeit festzulegen ist hingegen schwierig, da dies, abhängig von Branche und/oder Zielgruppe, stark variieren kann. Dennoch lassen sich Regelmäßigkeiten feststellen. So werden die meisten Newsletter gegen Mitternacht, zur Mittagszeit oder abends versendet. Gelesen hingegen werden sie überwiegend zwischen sechs und zwölf Uhr mittags mit anschließender Abnahme.

Fünf Newsletter und Email-Marketing Tools

1. CleverReach
Dieses Email-Marketing Tool aus Deutschland lässt sich wunderbar zum Versenden von Newslettern verwenden. Dabei bietet diese SaaS-Software, also ein Programm, dass der Nutzer nicht downloaden muss sondern über den Browser nutzt, ein vollständiges Management für Newsletter an. Neben dem Versand und der generellen Verwaltung von deinem Email-Marketing besitzt es auch einen leicht verständlichen Editor für das einfache Erstellen von Mails, die Integration für zahlreiche Systeme und einen anschließenden Email- und Spamtest. Des Weiteren kann das Programm auch mobil genutzt werden. Bei bis zu maximal 250 Empfängern und unter 1.000 versendeten Emails pro Monat bleibt die Verwendung von CleverReach für dich kostenfrei.

2. Clever Elements
Ebenso hat auch Clever Elements seinen Sitz in Deutschland und bietet eine Software, mit der du deine Newsletter erstellen, versenden und auch auswerten kannst. Zur Verwendung kommen hierbei ein Baustein-Editor und zur Auswertung deiner Newsletter-Klicks auch die Möglichkeit zu segmentieren. Dieses Tool kann den ersten Monat kostenlos getestet werden, im Anschluss wird der monatliche Kostenbetrag anhand der Empfänger bestimmt.

3. MailChimp
Dieses Programm hingegen ist ein Anbieter aus den USA, welches sehr viele Möglichkeiten zur Automation und Auswertung von Emails bietet. Dabei gibt es auch die gängigen Features wie die Erstellung und der Versand von Newslettern mit einem guten und leicht verständlichen Editor. Ein Vorteil bei MailChimp ist das sogenannte Email-Client-Testing, wobei die erstellten Emails auf allen gängigen Email-Klienten sowie mobilen Apps getestet werden. Dieses Features kann man kostenpflichtig dazu buchen, die generelle Verwendung des englischen Programms ist aber bis zu maximal 2.000 Empfängern bei unter 12.000 Emails im Monat kostenfrei.

4. Litmus
Das soeben erwähnte Client-Testing, das bei MailChimp seine Verwendung findet, stammt von Litmus und kann auch unabhängig genutzt werden.

5. Campaign Monitor
Der letzte Tool, dass nun noch vorgestellt werden soll, nennt sich Campaign Monitor und ist ein Anbieter aus Australien. Wie MailChimp besteht das Programm nur in englischer Sprache und besitzt grundsätzlich ähnliche Features wie alle anderen auch. Ein Vorteil ist hier klar der gute und übersichtliche Editor mit Design-Vorlagen. Außerdem bietet das Tool ebenso Spam- und A/B-Testing.

Was du beim Versand von Emails beachten solltest

1. Du solltest niemals an eine große Menge von Empfängern selbst versenden, da der eigene Email-Server dann sehr schnell in Spam-Listen landet und die Empfänger den Newsletter und auch andere Emails nicht erhalten. Dies spricht eindeutig für die Verwendung von externen Newsletter-Tools.

2. Wichtig ist, die Emails mit Hilfe einer Testing-Software in so vielen Email-Klienten wie möglich zu testen, damit alle Empfänger den Newsletter lesen können. Dadurch wird die Lese- und letztenendes auch die Conversionrate erhöht. Unbedingt sollte man hierbei auch die mobilen Endgeräte testen, da vor allem der Anteil der mobil gelesenen Emails in den letzten Jahren stark gestiegen ist.

3. A/B Tests können helfen zwei oder mehrere Varianten von demselben Newsletter zu testen und die beste herauszufinden. Hierüber kann man Wissen und Know-How für die nächsten Newsletter sammeln und die gelernten Fakten, wie die Positionierung der Buttons, die Länge des Textes, die Größe und Menge der Bilder usw. für die Zukunft anwenden.

Kommunikationsemails nicht vergessen …

Nicht nur Newsletter sind wichtig für das Email-Marketing. Du solltest unbedingt auch an automatisierte Emails wie zum Beispiel nach einer Registrierung, einer Bestellung oder Onboarding-Emails bei neuen Usern oder Kunden denken. Hier steckt großes Potenzial und die Kunden können aufgrund ihrer Aktionen direkt angesprochen werden. Nützliche Tools wie customer.io oder intercom.io können dir hier behilflich sein.

Gestalte jetzt deinen ersten Newsletter und werte die Ergebnisse aus

Natürlich kannst du nun versuchen, nach dieser „Anleitung“ vorzugehen und so den perfekten Newsletter für deine Zwecke auf die Beine zu stellen. Allerdings bleibt hier das Sprichwort „Probieren geht über Studieren“ im Vordergrund. Du musst für dich selber herausfinden, wie der Content in deinem Email-Marketing am besten beim Nutzer ankommt. Genauso musst du auch testen, welche Uhrzeit und welcher Wochentag sich für einen Versand eignet. Dabei kommt man nicht daran vorbei, über Analysetools die Werte zu messen, wobei Stetic durch den Einsatz von Kampagnen bestens weiterhelfen kann.

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In diesem Beispiel für Kampagnen-Tracking kann man die Messung verschiedener Kampagnen, wie auch Newslettern, hinsichtlich Besuchen und Seitenaufrufen sehen.

Durch das Kampagnen-Tracking von Stetic hast du die Möglichkeit, die Anzahl der Besucher, Seiten-Impressionen, Besuchszeit oder Absprungrate gezielt pro Kampagne zu messen und auszuwerten. Dabei wird ein gewünschter Link deiner Website so generiert, dass du dir die zuvor genannten Messwerte anzeigen lassen kannst. Eine ausführliche Erklärung zum Kampagnen-Tracking sowie unser einfaches Tool um URLs für Kampagnen zu erstellen, findest du auf unserer Hilfeseite für das Kampagnen-Tracking.

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2 Kommentare

  • Einen Aspekt halte ich in den o.g. Thesen für ganz wichtig : Die Nutzung einer bestimmten Schriftart muß unbedingt zum Thema, Inhalt und Charakter des Internetauftrittes passen. Das fördert oder mindert schon die Bereitschaft, ob die Email überhaupt oder nur flüchtig oder intensiv gelesen wird. Vor allem sollte auch im Hinblick auf die Eigenschaften der Adressaten, also sind es junge Leute oder ältere, ist das Thema eher ernst oder lustig und paßt zu Beruf oder Freizeit, eine lockere oder künstlerische, verhaltene oder auffällige Buchstabenform gewählt werden. Und auf keinen Fall dürfen Sonderzeichen Verwendung finden, für deren Lesen der Adressat erst ein Sonderprogramm installieren muß. Ich bekomme zum Beispiel mehrfach wöchentlich so eine sonderbare Mail. Offen gestanden macht das keinen besonders guten Eindruck auf mich und ich überlege mir jedesmal, sie abzubestellen, obwohl mich der Inhalt interessiert.
    Dann noch eine Frage: Sollte man die Emails zu ständig festen Zeiten versenden oder da besser variabler sein? Einerseits erreicht man auf der einen Seite mehr Adressaten, auf der anderen Seite werden dann aber diejenigen, die sich schon auf bestimmte Empfangstermine gewöhnt haben, vielleicht verprellt?
  • Hey Beazep! Das Design und auch die Schriftart sollte auf jeden Fall im Einklang mit der Webseite und des CI sein und eine gut leserliche Schrift ist bei längeren Texten immer optimal. Bei der Verwendung von Sonderzeichen sollte man unbedingt auf die Kodierung der E-Mail achten, wobei sich UTF-8 in den meisten Fällen am besten eignet. Um die Anzeige der Sonderzeichen zu testen, sollte man die E-Mail vor dem Versand in jeder E-Mail-Software mit den genannten Tools testen.
    Es macht schon Sinn, die E-Mails, sofern Sie den gleichen Inhaltstyp haben, immer zur etwa gleichen Zeit zu versenden. Um die optimale Zeit zu finden, kann man durchaus anfangs etwas variieren. Im Prinzip kann der Versandzeitpunkt sogar vom Wetter und der Jahreszeit abhängig gemacht werden, da bei guten Sommerwetter die Resonanz aus Erfahrung um einiges geringer ist.

Was denkst du?