404 Error Tracking: So wirst du 404- und andere Fehlerseiten für immer los

07. Januar 2015 von Nico Puhlmann

404 Error Tracking

Wenn man auf einen Link klickt und anschließend auf eine Webseite kommt, die einen 404 Page Not Found Fehler enthält, ist dies nicht unbedingt schön. Der Inhalt, den man mit Vorfreude erwartet hat, ist nun nur noch per Suche oder gar nicht mehr zu finden. Wenn dies dazu noch den Nutzern auf der eigenen Webseite passiert, ist dies umso ärgerlicher, da es der Benutzerfreundlichkeit und so auch dem Erfolg der Webseite schadet. Schön wäre es, wenn man diese Fehlerseiten messen könnte, um anschließend die notwendigen Maßnahmen, wie eine Weiterleitung oder Neuerstellung der Seite, zu ergreifen. Hier kommt das Event-Tracking von Stetic ins Spiel und kann dir dabei helfen. Wie du 404 Seiten im Webserver richtig konfigurierst und mit einem einzigen Code-Snippet messen kannst, möchte ich hier erläutern.

404 Seiten konfigurieren

Damit 404 Seiten angezeigt werden können und ein Tracking-Code auf dieser Seite integriert werden kann, ist es wichtig, dem Webserver mitzuteilen, wie er 404-Fehler behandeln soll. Wichtig ist, dass der HTTP-Statuscode 404 bei einer Fehlerseite richtig übergeben wird.
Für den Webserver Apache gibt es die Konfigurations-Direktive ErrorDocument, mit der man zu jedem HTTP-Fehlercode ein Dokument, also eine URL, angeben kann, die bei dem jeweiligen Fehler angezeigt werden soll:

ErrorDocument 404 /error/404.html

Beim Webserver nginx heisst diese Direktive error_page und sieht in der Konfiguration wie folgt aus:

error_page 404 /error/404.html;
location /404.html {
  internal;
}

Die Angabe von internal verhindert das direkte Aufrufen der URL.
Das HTML einer Fehlerseite könnte so aussehen:

    
    404 Seite nicht gefunden
    
    


    

404 Seite nicht gefunden

Die angeforderte URL wurde auf diesem Server nicht gefunden, wir bitten um Entschuldigung.

Wir wurden bereits über den Fehler informiert und geben uns die größte Mühe, den Fehler so schnell wie möglich zu beseitigen. Vielen Dank!

Tipp: Benutzen Sie unsere Suche
Vielleicht enthält die aktuelle URL einen Schreibfehler. Gehen Sie auf unsere Homepage und versuchen Sie, die Inhalte über unsere interne Suche zu finden.

404 Fehler mit Events messen

Mit dem Event-Tracking kannst du Ereignisse auf deiner Webseite messen. Ein 404-Fehler ist ein solches Ereignis und kann mit wenigen Zeilen Code in Ihre 404 Seite integriert werden. Als Parameter sollten wir die URL der aktuellen Seite hinzufügen, damit wir später wissen, welche URL nicht gefunden wurde. Auch der Referer, also die Seite die auf die aktuelle verwiesen hat, ist eine hilfreiche Information die wir unbedingt benötigen. So könnte man, sofern man Zugriff auf den verweisende Seite hat, den Link zur Zielseite ganz einfach ändern und das Problem wäre gelöst.
Das Event-Tracking für eine 404-Seite könnte wie folgt aussehen:

stetic.track('404', {
  url: window.location.pathname,
  referer: document.referrer
});

Nun können wir nach einiger Zeit in der Segmentierung die Liste mit Fehlerseiten abrufen, indem wir die Eigenschaft „Event“ – „ist gleich“ – „404“ auswählen. Anschliessend wählen wir die Eigenschaft $url aus:

segmentation-404-rules-url

Um den oder die Referer einzelner Seiten zu erhalten, wählen wir bei der Eigenschaft $url die URL der Seite aus und wählen die Eigenschaft $referer:

segmentation-404-rules-referer

Jetzt können wir Maßnahmen ergreifen, um die 404-Fehler zu verhindern. Eine Möglichkeit wäre, den Link auf der Seite des Referers zu ändern, sofern der Referer bekannt ist und wir Zugriff auf diese Seite haben. Sollte dies nicht der Fall sein, hilft beispielsweisse eine serverseitige 301-Weiterleitung per mod_rewrite, PHP, Perl oder Ruby weiter.
Wenn die Seite von extern gut verlinkt ist oder keine Zielseite für eine Verlinkung vorhanden ist, macht es nicht nur aus Gründen der SEO-Optimierung Sinn, unter der URL eine neue Seite mit sinnvollem Inhalt neu zu erstellen.

Tracking anderer Fehlerseiten

Auch bei anderen Fehlercodes und -seiten macht das Messen Sinn. Da hierfür ein eigenes Event für jeden Fehlercode zu unübersichtlich wäre, erweitern wir den Tracking-Code um eine Errorcode-Eigenschaft. Ein weiteres Feld für eine Fehlermeldung hilft uns, die Fehler noch genauer zu bestimmen und zu korrigieren:

stetic.track('Error', {
  code: 500,
  url: window.location.pathname,
  referer: document.referrer,
  msg 'Ein Fehler in Zeile xy Position yx.'
});

Jetzt kommst du

Integriere gleich den Tracking-Code in deine Seite und beginne mit der Optimierung der Usability deiner Seite. Aus 404-Seiten lässt sich so meist mehr herausholen, als man anfangs denkt. Falls du Fragen oder Anregungen hast, würden wir uns über einen Kommentar auf dieser Seite sehr freuen.

Zögere bitte nicht, diesen Artikel auf Twitter oder anderen Netzwerken zu teilen und in deinen eigenen Blog-Posts hinzuzufügen!

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