Wie du eine Landing Page erstellst, die garantiert erfolgreich ist

19. Mai 2015 von Franziska Schneider

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Landing Page? Denkst du dabei auch an ein Flugzeug? Dann liegst du damit gar nicht mal so verkehrt! Wer ein bisschen des Englisch mächtig ist, würde das wohl mit Landeseite übersetzen. Und so gesehen ist es das auch. Als Landing Page wird die Seite bezeichnet, auf der man als erstes landet. Dort fängt quasi der Besuch der Website an und entscheidet oftmals, wie lange der Besucher sich auf ihr aufhalten oder wie schnell er ihr den Rücken zukehren wird. Denn das kennst du bestimmt auch: Du suchst nach etwas bei Google und findest einige relevante Webseiten. Saubere und aufgeräumte Seiten, die dir vermitteln, wonach du suchst, schaust du dir gern länger und ausführlicher an. Aber sobald die Seite unübersichtlich wirkt, du dich nicht auskennst oder dich alles verwirrt, verlässt du sie augenblicklich und klickst den nächsten Link der Suchergebnisse an.

Die Landing Page als Marketing Objekt

Knapp die Hälfte aller Marketer erstellen für jede neue Marketing Kampagne eine neue Landing Page, sodass diese perfekt auf das Produkt zugeschnitten ist und dieses optimal repräsentiert. Das Ziel einer jeden Landing Page ist nämlich, angebotene Artikel, Tools, Programme, oder ähnliches möglichst gut an den Mann (oder die Frau) zu bringen. Deswegen wird sie im Online Marketing vielfach als eigenes Marketing Mittel betitelt. Zum Einsatz kommt sie somit, wenn ein besonderes Produkt gut angepriesen werden muss, sodass viele neue Kunden aufspringen und es sich kaufen. Natürlich muss es sich dabei nicht unbedingt um kostenpflichtige Produkte handeln; diese können auch kostenfrei oder zum kostenlosen Testen angeboten werden.

Egal wie man nun auf die Webseite gelangt – sei es über eine Suche, einen Social Media Kanal, Empfehlungen von Freunden und Verwandten, Werbung auf anderen Webseiten oder was auch immer – die Landing Page sollte so konzipiert sein, dass sie auf den ersten Blick überzeugt und dazu anregt, sich länger mit der Seite und dem Produkt zu befassen, mit dem letzten Ziel, einen Kauf zu tätigen.

So tickt dein Kunde

Hast du erst einmal Kunden auf deiner Landing Page, dann fragen sie sich automatisch Sachen wie:

Ist das das, wonach ich gesucht habe?
Wie komme ich an mehr Informationen?
Kann ich dem Anbieter vertrauen?

Bei einer gut aufgebauten Landing Page kann man diese Fragen binnen von Sekunden schon wieder vergessen, weil sie sich selbst durch den Auftritt beantworten. Die Frage ist nun allerdings nur noch, wie du zu so einer Landing Page kommst, die dein angepriesenes Produkt optimal darstellt und den Kunden zum Kauf animiert.

Und so tickt deine Landing Page

Damit deine Landing Page für die künftigen Kunden interessant ist, solltest du dir vorher Gedanken machen, welche Zielgruppe du ansprichst, wie die User auf deine Seite gekommen sein können und welches Versprechen ihnen beim ersten Kontakt mit deinem Produkt gegeben wurde. Dann ist es wichtig, dass du diese Informationen nutzt, um die Seite so zu gestalten, dass User bleiben, sich durchklicken und dein Produkt kaufen oder testen. Die Landing Page ist also ein wichtiges Mittel, das zur Steigerung deiner Conversionrate beisteuert.

10 wichtige Elemente für deine Landing Page

Es ist wohl schwierig zu sagen, so und so sieht eine perfekte Landing Page aus, und vor allem wird es immer Pages geben, die sich total vom Rest unterscheiden und trotzdem erfolgreich sind. Allerdings gibt es zehn Elemente, die du auf jeden Fall auf deiner Landing Page haben solltest, um das beste aus ihr heraus zu holen.

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1. Logo

Das Logo dient sofort als erstes Erkennungsmerkmal der Seite und hilft dem Kunden aufgrund eventuell früherer Kontakte mit dem Unternehmen schnell zu entscheiden, ob er dieses für gut oder eher schlecht empfindet. Hinzu kommt, dass er das Logo vielleicht von einer Werbung oder ähnlichem kennt und es damit verknüpfen kann. Ebenso dient es als gutes Wiedererkennungsmerkmal und Kunden können es direkt deinem Produkt zuordnen.

2. Headline

Die Überschrift soll zum einen Interesse wecken, zum anderen aber auch bestätigen, dass der User gefunden hat, wonach er sucht. Gestalte sie effizient, indem du verrätst, um was für ein Produkt es sich handelt, halte es aber dennoch spannend für den Kunden, damit er sich mehr durchliest.

3. Einleitung

Gehe nun auf die Headline ein und erzähle kurz und knapp, was dein Produkt ist, wofür man es nutzt und was es kann. Die Einleitung dient wie in den meisten Fällen dazu, um auf das Produkt einzustimmen und erste konkrete Informationen zu bieten. Sollte die Einleitung nicht versprechen, was der Kunde sich von deinem Produkt erhofft hat, so verlässt er sie spätestens an diesem Punkt – alles andere wäre für ihn Zeitvertreib.

4. Produktbild

Setze, was du bewirbst, gut in Szene und zeige es von der bestmöglichen Seite. Gefällt dem User, was er sieht, wird er sich noch länger auf deiner Landing Page aufhalten. Wenn du konkret Gegenstände verkaufst, so sind hochwertige Fotos sehr wichtig. Bei Tools und Programmen für den Computer empfehlen sich natürlich am besten aussagekräftige Screenshots.

5. USPs

Was kann dein Produkt (besser) im Gegensatz zu anderen, ähnlichen Programmen? Warum also sollte sich ein Kunde für dein Produkt entscheiden? Hier kommen die sogenannten Unique Selling Points (Alleinstellungsmerkmale) zum Einsatz. Schreibe, was dich von der Masse abhebt und mache es so für den Kunden einfacher, sich für dich statt für die Konkurrenz zu entscheiden.

6. Preis

Der Preis deines Produkts sollte in jedem Fall auf der Landing Page zu sehen sein und nicht erst durch mühevolles Suchen auffindbar sein. Muss dein Kunde nämlich erst danach suchen, verliert er eventuell schon das Interesse. Es gibt sehr selten Menschen, die ein Produkt kaufen, ohne vorher den Preis zu wissen.

7. Call-to-Action

Nachdem du das wichtigste von deinem Produkt vorgestellt hast, solltest du nun deinen Kunden zum Handeln auffordern. Das geschieht am besten über einen Call-to-Action (zum Handeln auffordern) Button. Dieser unterscheidet sich im Optimalfall farblich zum Rest der Webseite und sticht so dem Besucher direkt ins Auge. Der Text eines CtA könnte beispielsweise „Hol dir …“ oder „Kostenlos starten“ lauten. Im Anschluss an die drei noch folgenden Elemente ist es empfehlenswert einen zweiten CtA einzubauen.

8. Ausführliche Details

Möchte sich dein Kunde allerdings noch mehr Informationen zu deinem Programm holen, so solltest du darauf vorbereitet sein und unterhalb der bisherigen Elemente unbedingt noch eine detailreiche Beschreibung anfügen. Gegebenenfalls verlinkst du noch auf weitere Unterseiten deiner gesamten Webseite, die bestimmte Produktinformationen zusätzlich erläutern.

9. Kundenmeinungen

Hast du schon Kunden, die dein Produkt mit Zufriedenheit nutzen, so kannst du positives Feedback mit deren Absprache auf deiner Landing Page veröffentlichen. Dadurch sehen potenzielle Kunden, dass das Produkt gut bei seinen Nutzern ankommt und schafft bei neuen Käufern automatisch ein gutes Gefühl.

10. Trust

Vertrauen ist beim Kauf immer mit eins der wichtigsten Dinge. Vertraut dir ein Kunde nicht, so wird er sicherlich kein Geld in dein Produkt investieren. Natürlich soll der komplette Auftritt deiner Landing Page Vertrauen erwecken, jedoch kannst du dies auch noch durch Trustsymbole stärken. Beispiele hierfür sind Trusted Shops und der TÜV SÜD. Allerdings kannst du dir auch durch andere Dinge wie die Aufführung deiner gepflegten Social Media Kanäle mehr Vertrauen schaffen.

Damit die Landing Page perfekt ist

Hast du deine Landing Page nun fertig entwickelt, so haben wir noch einige wertvolle Tipps und Tricks, auf die du achten solltest, damit auch wirklich alles sitzt.

1. Halte deine Landing Page aktuell

Ändert sich der Preis? Gibt es neue Alleinstellungsmerkmale, die du erwähnen solltest? Halte in jedem Fall deine Landing Page aktuell und vollständig, sodass Kunden den Kauf am Ende nicht enttäuscht abbrechen, weil der Preis doch anders als zuerst versprochen ist.

2. Rechtschreibung und Kommasetzung

Leider sieht man es viel zu oft, dass Texte nicht in ordentlichem Deutsch geschrieben wurden. Dies schreckt deine Kunden ab und stuft das Vertrauen erheblich ab. Achte also stets darauf, dass deine Texte in einwandfreiem Deutsch oder auch weiteren Sprachen vorliegen. Möchtest du ein breiteres Publikum ansprechen und übersetzt deine Texte beispielsweise ins Englische, so empfiehlt sich, diese überprüfen zu lassen, sofern du selbst nicht ein einwandfreies Englisch beherrschst.

3. Teste deine Landing Page

Nur durch ausgewertete Tests lässt sich herausfinden, ob deine Landing Page schon in einer optimalen Form ist oder ob noch etwas zu ändern ist. Ändere also Elemente und vergleiche verschiedene Versionen deiner Landing Page. So kannst merken, was gut bei deiner Zielgruppe ankommt und kannst die Page optimal anpassen.

4. Vermeide ausgehende Links auf deiner Landing Page

Sobald der Besucher deine Seite verlässt, siehst du ihn vermutlich so schnell nicht wieder. Deshalb solltest du auf jeden Fall vermeiden, dass auf deiner Landing Page irgendwelche ausgehende Links vorkommen. Eine kleine Ausnahme kann man hier bei Kundenmeinungen machen.

5. „Habe ich die richtige Entscheidung getroffen?“

Wer kennt das nicht: du kaufst dir etwas und bist dir im Nachhinein über deine Entscheidung nicht mehr wirklich sicher. Deswegen ist es wichtig, dem neuen Kunden zu zeigen, dass er bei seinem Kauf definitiv die richtige Entscheidung getroffen hat. Hilfreich kann hier eine Onboarding Mail sein, die den Kunden begrüßt und durch welche du dich bei ihm bedankst.

6. First View

Das erste, was Besucher beim „Landen“ auf deiner Webseite sehen, sollte so gestaltet sein, dass mindestens die Headline, der kurze Einleitungssatz sowie das Produktbild, der Preis und ein Call-to-Action Button zu sehen ist. Dadurch hat dein künftiger Kunde sofort alles auf einem Blick und kann somit schneller eine Entscheidung fällen. Optional können auch noch die Alleinstellungsmerkmale im First View zu sehen sein.

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7. Vermeide zu viel Text

Was absolut nicht zum Mehrwert einer Landing Page beiträgt, ist zu viel Text. Wichtig ist, alles kurz und knapp zu halten. Die Landing Page soll immerhin so schnell wie möglich zur „Action“ animieren. Schafft du das nicht mit kurzen, aussagekräftigen Sätzen, dann solltest du deine Page noch einmal gründlich überarbeiten.

Beispiele für gute Landing Pages

Landing Pages gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Manche sind eher schlicht gehalten, andere hingegen aufwendig gestaltet. Wichtig ist, dass das Produkt sich mit der Seite identifizieren kann. Hier haben wir einige Beispiele herausgesucht, die wir als besonders gut empfinden:

1. CleanMyMac

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2. Skype

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3. Spotify

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Landing Page erstellen per Drag’n’Drop

Zum Schluss habe ich noch einen Tipp für dich, falls du nicht allzu viele Erfahrungen mit dem Erstellen von Webseiten haben solltest. So kannst du auf das „Seiten erstellen Tool“ von Atipso zurückgreifen. Dieses Tool bietet dir die Möglichkeit, per Drag und Drop Seitenelemente an der gewünschten Stelle zu platzieren und somit kinderleicht eine für dich passende Landing Page zu erstellen. Dabei kannst du auf einfachstem Weg den CtA oder auch einen Facebook-Button einbauen. Und wenn wir schon bei Facebook sind: Die erstellte Page lässt sich auch dort gut einbauen. Die Landing Page von Atipso selbst finden wir übrigens auch ziemlich gut strukturiert und aufgebaut:

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Fazit

Lasse deine Kunden künftig richtig landen! Schaffen kannst du das, wenn du unsere Tipps gut umsetzt und anhand dieser eine gute Landing Page erstellst. Achte dabei darauf, dass für den Besucher deiner Webseite keine Fragen offen bleiben, dein Produkt gut dargestellt wird und du auf die vorgestellten Elemente achtest. Diese sollten auf jeden Fall vorhanden sein. Um deine Landing Page dann noch zu perfektionieren, solltest du auf unsere Tipps achten – dann kann wirklich nichts mehr schief gehen!

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