Was macht eigentlich einen guten Blogpost aus?

19. März 2015 von Franziska Schneider

Man sitzt also vor einem leeren Eingabefenster und stellt sich Fragen wie: Wie fange ich an? Was ist dem Leser wichtig? Wie viel sollte ich überhaupt schreiben? Auf was muss ich unbedingt achten? Allerdings gibt es einfache Tipps und Tricks an die du dich beim Bloggen halten kannst und genau einen solcher Leitfaden soll das Ziel dieses Eintrags werden.

Wie die Überschrift entscheidet, ob ein Blogeintrag gelesen wird

Im Durchschnitt heißt es, acht aus zehn lesen die Überschrift und nur zwei von diesen zehn lesen letztlich den ganzen Eintrag. Es gibt allerdings einfache Regeln an die man sich halten kann, wenn man sich Gedanken über die Überschrift macht. Und dafür darf sich der Autor ruhig genauso viel Zeit nehmen wie für das Verfassen des kompletten Eintrags.

Wir überfliegen nicht nur den Text, bevor wir ihn lesen, nein, wir lesen, wenn es schnell gehen muss, nicht einmal die Überschrift komplett. Unser Augenmerk liegt hierbei auf den ersten drei und den letzten drei Wörtern, also sollte man genau diese gut wählen. Mindestens sechs Wörter sind also ein Muss – zu lange sollte die Headline allerdings auch nicht sein, sonst verliert der Leser womöglich das Interesse. Damit die Überschrift bei Google übrigens vollständig angezeigt wird, sollten es maximal 55 Zeichen sein.

Im oberen Beispiel endet der zu lange Titel bei den Google Suchergebnissen mit „…“, wohingegen die untere Headline komplett angezeigt wird.

Im besten Fall kommen natürlich die Keywords des Blogeintrags bereits weit vorne in der Überschrift zum Einsatz. Und dann auch später im Fließtext – so zeigt man eindeutig den Fokus auf das Thema. Diese Keywords sind auch noch an einem anderen Punkt von Bedeutung: dem Permalink des ganzen Eintrags. Dieser enthält im Optimalfall nur wichtige Stichpunkte und keine vollständigen Sätze, damit er kurz und prägnant ist und dabei nochmals auf das konkrete Thema des Textes eingeht.

Bei unserem Blogpost sollte das nun also nicht

www.stetic.com/blog/was-macht-eigentlich-einen-guten-blogpost-aus sondern

www.stetic.com/blog/merkmale-guter-blogpost sein.

Der richtige Einstieg um Leser zu fesseln

Schaut man sich nun einen Blogeintrag an, so kommt im Anschluss an die Überschrift ein kleiner Einstiegstext, um zu überzeugen, dass der Beitrag lesenswert ist. Hier hat sich herausgestellt, dass eine Art Storytelling, also ein Einstieg durch eine Erzählung, bei Lesern gut ankommt. Allerdings ist dies nur eine von vielen Möglichkeiten, seinen Blogpost zu beginnen.

Oftmals bietet es sich an, ein passendes Zitat, eine aktuelle Meldung aus den Nachrichten oder konkrete Zahlen und Fakten zu verwenden. Im Mittelpunkt steht dabei – ganz einfach ausgedrückt – den Leser zu fesseln, damit er auch den kompletten Artikel liest.

Ein viel verwendetes Mittel sind außerdem sogenannte Featured Bilder. Diese können als gute Aufmacher dienen, quasi ein Eyecatcher sein, und sollten entweder so breit wie das Textfeld des Blogs sein oder in etwa die Hälfte davon einnehmen. Beim letzteren hat man den Vorteil, dass die ersten Zeilen weniger Zeichen enthalten und somit angenehmer zu lesen sind.

Was macht nun einen guten Blogpost aus?

Da Internetuser dazu tendieren, Blogposts zuerst einmal nur zu überfliegen, bietet es sich an, hervorgehobene Zwischenüberschriften zu verwenden. Diese stechen dann direkt ins Auge und ermöglichen erneut die Möglichkeit einen potenziellen Leser für sich zu gewinnen. Klingen die Zwischenüberschriften interessant, so scheint der Inhalt wohl generell interessant zu sein – also ein weiterer Grund ihn zu lesen.

Lesenswerter wird ein Artikel auch noch einmal durch das Verwenden von diversen Medien wie Bildern, Videos, Audios, Tabellen und was sich auch sonst noch so anbietet. Hier liegt ja auch der generelle Unterschied zu den Print-Medien: Man hat viel mehr Möglichkeiten und sollte diese deshalb auch unbedingt nutzen. Bevor man also lange über den Inhalt eines YouTube-Videos schreibt, sollte man es einfach einbetten oder zumindest verlinken. Charts und Bilder bieten die Möglichkeit Sachen besser und verständlicher darzustellen. Diese Dateien sollte man dann ebenso mit passenden Keywords benennen.

Die „perfekte“ Länge

Die Frage, wie lang ein „guter“ Blogpost nun sein soll, habe sicherlich nicht nur ich mir schon gestellt. Und so gesehen kann man nicht pauschal sagen, dass ein Blogpost ab einer bestimmten Länge automatisch gut ist. Dort spielen weitaus mehr Faktoren eine Rolle und am wichtigsten ist wohl am Ende der Inhalt. Aber, und dies wird vielerseits behauptet, läge die beste Länge bei 1.500 Wörtern – oftmals heißt es aber auch: je mehr, desto besser. Dies hat aber auch etwas mit Google zu tun; so ranken längere Artikel (etwa 2.400 bis 2.500 Wörter) besser als kürzere. Bei circa 1.500 Wörtern benötigt der Leser dann etwa sieben Minuten, was auch einen psychologischen Aspekt mit sich bringt: nach ungefähr diesen sieben Minuten schwindet unsere Aufmerksamkeit dahin und wir nehmen nicht mehr ganz so viele Informationen auf wie zuvor.

Man darf allerdings nicht vergessen, dass verschiedene Menschen verschiedene Schreibstile haben, dass einige Themen nicht so viel Schreibstoff hergeben wie andere und genauso können 400 Wörter vom einen Autor mehr aussagen als 2.000 vom nächsten. An dieser Stelle sollte man ganz simpel denken: du kannst dich in 300 Wörtern ausdrücken? Dann reichen 300. Wenn du allerdings 2.000 benötigst, dann brauchst du halt 2.000. Des Weiteren spielt auch die Häufigkeit des Bloggens eine Rolle. Manche veröffentlichen täglich kürzere Meldungen, von anderen hört man wiederum nur einmal in der Woche etwas Ausführliches.

Nobody’s perfect – auch ein Blogpost nicht

Es ist schwierig, allgemeine Regeln oder eine klare Anleitung für einen perfekten Blogeintrag anzufertigen. Es gibt aber genügend Punkte, an die man sich halten kann, um seinen Post zumindest ansprechender für seine Leser zu gestalten und letztlich auch mehr Leser für sich zu gewinnen.

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