Twitter Cards Tutorial: So generierst du mehr Aufmerksamkeit für deine Tweets

01. April 2015 von Franziska Schneider

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Wer Twitter nutzt hat dieses kleine Phänomen namens Twitter Cards bestimmt schon einmal gesehen, weiß womöglich gerade im Moment nur nicht wovon ich spreche. Diese Twitter Cards sind ein von Twitter eigens entwickeltes Feature, welches dir mehr Traffic für deine Seite beschaffen soll. Denn wie allseits bekannt, werden Tweets, die mit Bildern versehen sind, viel öfter angeklickt, retweetet und favorisiert. Aber mehr Bilder anzufügen ist nur eins der Features von Twitter Cards. So bieten sich auch kurze Zusammenfassungen zu Blogartikeln oder Websites, Informationen zum Autor und und und an. Mit etwas Copy und Paste von Codes, die Twitter zur Verfügung stellt, kann man also ganz einfach mehr aus seiner Website heraus holen.

Verschiedene Arten von Twitter Cards

Aktuell gibt es sieben verschiedene Arten von Twitter Cards, die Unterschiedliches bei deinen Tweets bezwecken und sich für dich, je nach Art deiner Website, besser eignen und einen anderen Nutzen davon tragen können.

Summary Card
Die Summary Card wurde von Twitter so entwickelt, dass sie – wie der Name schon sagt – eine Zusammenfassung, also eine Art Vorschau, auf den Content gibt. Sie ist so etwas wie die Standard Card und bietet einen Titel, eine Beschreibung, ein Vorschaubild und einen Direktlink zum Content.

Summary Card with Large Image
Die zweite Karte wird so gesehen durch dieselben Attribute definiert, hat aber den Vorteil eines größeren Bildes.

Photo Card
Die Photo Card funktioniert ähnlich wie bei dem normal angehängten Foto. Allerdings bleibt die Möglichkeit für eine Bildunterschrift. Bindet man den Tweet über den HTML Code in die Website ein, so werden die Bilder in voller Größe angezeigt. Dabei empfehlen wir, sich an die optimalen Bildgrößen für die gängigen Social Media Kanäle zu halten.

Gallery Card
Möchtest du deinen Followern bei einem geteilten Link mehr als nur ein Bild anbieten, so kannst du durch die Gallery Card bis zu vier anhängen. Dabei besteht erneut die Möglichkeit einen kurzen Beschreibungstext anzufügen.

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App Card
Bist du beispielsweise Entwickler oder gibt es zu deiner Seite Apps, so können diese über die App Card beworben werden. Dort wird dann der Name der App, die Bewertung, das Icon, der Preis sowie eine kurze Beschreibung und der Direktlink zum jeweiligen Store angezeigt.

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Player Card
Wenn du Videos, Vines oder Audiodateien auf deiner Website verwendest, so kann die Player Card von Vorteil für dich sein. Dort besteht die Möglichkeit des direkten Abspielens ohne das Fenster zu verlassen – und das sowohl in deinem Browser als auch in der mobilen Anwendung.

Product Card
Hast du einen eigenen Onlineshop und wirbst auf Twitter gern für einzelne Produkte? Hierbei kann dir künftig die Product Card behilflich sein. Neben der Angabe einer Überschrift finden sich dort links ein Produktbild und rechts daneben zwei Kernmerkmale. Das könnte zum Beispiel der Preis, die Produktkategorie, der Hersteller oder ähnliches sein.

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Wie du Twitter Cards für deine Website einrichtest

Hast du dir nun die für dich perfekte Twitter Card ausgesucht, kann es eigentlich auch schon losgehen. Zunächst musst du dich allerdings von Twitter verifizieren lassen, solche Twitter Cards benutzen zu dürfen. Dann geht es nur noch darum, die von Twitter gegebenen Meta Tags in deine Website einzubauen. Dies kann man rein theoretisch für jede Unterseite einzeln machen, bei Blogs oder Shops mit gleich aufgebauten Artikeln oder Produktansichten hingegen besteht die Möglichkeit, die Meta Tags direkt in das Theme einzubauen. Nachfolgend ein Beispielcode für die Summary Card mit einem großen Bild:






So würde im Anschluss dann der Tweet mit der Twitter Card aussehen:

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Je nach Kartentyp unterscheiden sich die Codes. Genauere Erklärungen dazu und eine Beschreibung der einzelnen Attribute findest du auf der offiziellen Dokumentation zu Twitter Cards.

WordPress Plugins für Twitter Cards

Solltest du nicht so viel Erfahrung mit dem Coding haben, kannst du entsprechende Tools verwenden, die die Meta Tags automatisch generieren. Bei der Verwendung von WordPress als CMS kannst du zum Beispiel folgende Plugins verwenden. Eine genaue Step-by-Step-Erklärung bietet die Developer-Seite von Twitter.

JM Twitter Cards: Mit diesem netten Plugin kannst du für jeden Post eine optimale Twitter Card auswählen und hast dabei auch eine Vorschau auf den Tweet.

Jetpack: Jetpack scannt deinen Content automatisch und schlägt dir dann die beste Card vor. Außerdem hast du zusätzlich die Möglichkeit direkt vom Editor aus deinen Eintrag auf Twitter zu posten.

WordPress SEO: Das WordPress SEO von Yoast funktioniert ähnlich simpel: Dort setzt man einen einfachen Haken, gibt seinen Twitter Namen ein und kann starten.

Erfolgskontrolle deiner Twitter Cards

Twitter Cards bringen eins mit sich: mehr Klicks. Zwar bekommt man nicht automatisch 50% mehr Klicks, aber bei der richtigen Vorgehensweise kannst du gut und gerne ein paar Klicks zusätzlich generieren. Um dies zu schaffen solltest du dich zunächst für eine Twitter Card entscheiden – sollte dir das nicht leicht fallen, kannst du auch einfach verschiedene über einen bestimmten Zeitraum testen. Über das Twitter eigene Analytics Tool lassen sich Klicks messen. Arbeitest du mit Stetic kannst du allerdings auch unser Kampagnen Tracking benutzen und hast in deinem Dashboard so alles auf einem Blick.

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