Blog erstellen: Das komplette Tutorial zu Konzept, Installation, Einrichtung und erfolgreichen Start deines Blogs

18. Januar 2016 von Nico Puhlmann

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Als ich vor fast 20 Jahren meinen ersten Blog betrieben habe, war das Design und die Beiträge mit heutigen Blogs wahrlich nicht zu vergleichen. Es handelte sich um eine News-Seite, auf der wir mehrmals wöchentlich Neuigkeiten und Berichte aus der deutschen Techno-Szene veröffentlichten. Fotos mit unterirdischer Auflösung und so viel wie möglich animierte GIF’s waren an der Tagesordnung und für damalige Verhältnisse das Non plus ultra. Die Bezeichnung Blog war noch nicht erfunden, die Seite selbst verfolgte aber schon zu dieser Zeit das gleiche Ziel wie jeder Blog: Die Besucher und Leser an sich zu binden.

Bis heute habe ich viele weitere Blogs betrieben oder betreut und bin der festen Überzeugung, dass ein Blog für Unternehmen, egal welcher Art, eines der wichtigsten Marketing-Instrumente dieser Zeit ist. Oft wird das Potenzial unterschätzt, denn richtig umgesetzt kann der eigene Blog zur riesigen Marketing-Maschine und zum Selbstläufer werden, mit dem man langfristig viele Neukunden gewinnen und die Kundenbindung immens steigern kann. Viele bekannte Beispiele zeigen, dass es sogar möglich ist, mit einem Blog selbst ein erfolgreiches Unternehmen mit vielen Mitarbeitern aufzubauen.

Einen Blog zu erstellen und zu betreiben kostet allerdings Zeit und, wenn man nicht auf bestehende Ressourcen zurückgreifen kann, auch ein gewisses Budget, welches je nach Auslagerung von Arbeiten unterschiedlich ausfallen kann. Mit großer Sicherheit hast du dich aber bereits dafür entschieden, deinen eigenen Blog zu starten und wer wie du einen neuen Blog erstellen möchte und noch keine Erfahrung damit gemacht hat, steht vor einem riesigen Berg mit Fragen und Rätseln. Ich möchte dir hier die Antworten auf diese Fragen geben und dir dabei helfen, mit nur wenigen Schritten deinen eigenen Blog erfolgreich aufzubauen.

Inhalt

  1. Blog-Konzept
    1. Ziel
    2. Thema
    3. Technik
    4. Content Erstellung
    5. Postfrequenz
  2. Blog einrichten
    1. WordPress installieren
    2. WordPress einrichten
  3. Fazit

Das Konzept für deinen Blog

Zu allererst benötigst du wie bei vielen anderen Sachen einen Plan in Form eines Konzeptes. Egal ob dein Blog nun privater Natur ist oder du einen Blog für dein Unternehmen erstellen möchtest, einfach drauf los bloggen solltest du auf keinen Fall. Bevor wir also mit der Praxis starten können, müssen ein paar Dinge geklärt werden. Notiere dir die folgenden Punkte und schreibe deine Konzeptionierung hinter jeden einzelnen Punkt. Je detaillierter, desto besser! Du solltest deine Entscheidungen auch später noch nachvollziehen können. Wer es einfach haben möchte, kann unsere Vorlage für ein Blog-Konzept nutzen: Blog-Konzept-Vorlage.pdf

Ziel deines Blogs

Als erstes solltest du das tatsächliche Ziel deines Blogs festlegen. Möchtest du den Verkauf deiner Produkte ankurbeln, deine Marke bekannter machen, mehr Traffic generieren, deine aktuellen Kunden besser an dein Unternehmen binden oder einfach ein großes Publikum für deinen Blog aufbauen? Natürlich kann dein Blog auch mehrere Ziele verfolgen. Egal, welche es sind: schreibe sie jetzt auf!

Denn nur, wer sein Ziel klar vor Augen hat, kann es auch erreichen.

Das Erreichen der Ziele solltest du regelmässig auswerten, um festzustellen, ob dein Blog erfolgreich ist und an welchen Stellen du optimieren solltest. Das Monitoring kann je nach Ziel mit der passenden Analytics-Software vorgenommen werden. Ist dein Ziel eine Steigerung deiner Verkäufe, solltest du die Conversion-Rate der Besucher deiner Webseite im Auge behalten, die über deinen Blog eingestiegen sind. Wenn dein Ziel mehr Newsletter-Abonnenten sind, solltest du ebenfalls feststellen können, wer sich über deinen Blog am Newsletter angemeldet hat. Egal welches Ziel es ist, stelle unbedingt sicher, dass du jedes Ziel auch getrennt für deinen Blog auswerten kannst.

Thema für deinen Blog

Ist das Ziel geklärt, musst du festlegen, zu welchen Themen du bloggen möchtest. Überlege dir pro festgelegten Ziel passende Zielgruppen. Hast du diese gefunden, überlege welches Thema diese Zielgruppe interessieren könnte. Den grössten Erfolg haben Blogs, die Ihren Lesern bei der Lösung eines Problems helfen. Tutorials, Erfahrungsberichte, Produkttests, Vorstellung und Vergleiche von Produkten könnten ein passendes Thema sein.

So findest du die passenden Themen

Wenn du dir unsicher bist, hole dir Ideen bei Mitbewerbern oder ähnlichen Unternehmen und schaue dir deren Blogs an.

Möchtest du zum Beispiel für deinen Socken-Shop einen neuen Blog erstellen, benutze die Google-Suche und suche nach „blog über socken“.

google-suche-blogs-socken

Ein gutes Thema zum Bloggen wäre hier sicherlich „Socken stricken“. Menschen, die nach diesem Thema suchen, werden nicht immer Zeit zum Stricken haben, aber durchaus auch mal Socken kaufen wollen. Machst du diese Zielgruppe auf dich aufmerksam und zum regelmässigen Leser, hast du hier sicher schon ein paar neue Kunden für deinen Shop gewonnen.

Eine weitere und für deine Zielgruppe, den Socken-Käufer, eine direktere Möglichkeit ist die Suche nach Tests und Erfahrungsberichten. Als Socken-Shop solltest du Socken vorrätig und demnach auch die Möglichkeit für einen ausführlichen Test haben. Für die Themensuche hierzu erweiterst du deine Suche einfach um das Wort „test“:

google-suche-blogs-socken-test

Lies dir die Seiten der Suchergebnisse durch und sammele Ideen and Anregungen für deinen eigenen Blog. Am besten notierst du dir diese wieder, setzt dir Lesezeichen oder merkst dir die Links mit Hilfe anderer Tools, wie beispielsweise Delicious.com, wo du deine eigenen Notizen zu jedem Link hinterlegen kannst.

Diese Methode zur Google-Suche funktioniert natürlich mit allen erdenklichen Themen. Findest du auf Anhieb keine passenden Blogs, versuche die Suchwörter zu variieren, nutze mehrere Suchwörter und schaue dir auch die zweite und dritte Seite der Google-Suchergebnisse an.

Ein gutes Beispiel für eher schwierig zu findende Blogs ist das Thema Handys und Smartphones. Da es hier sehr viele Mitbewerber gibt, müssen die Ergebnisse eingeschränkt werden. Hilfreich könnte hier die Suche nach „blog news mobile smartphones handys“ sein.

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Findest du immer noch keine passenden Blogs, schau dir die verwandten Suchanfragen an, die Google unten auf der ersten Seite jeder Suchanfrage anzeigt.

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Alternativ kannst du auch Dienste wie Feedly oder Buzzsumo nutzen, um Blogs zu deinem Thema zu finden. Suchst du beispielsweise nach „Handy“ bei Feedly, erhältst du als Ergebnis schon sehr brauchbare Blogs zu diesem Thema:

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Hast du ein paar passende Themen gefunden, überlege dir, ob du mehr oder bessere Inhalte liefern kannst, wie die bereits vorhandenen Blogs. Nur wenn du das schaffen kannst, macht dieses soeben definierte Thema für deinen Blog wirklich Sinn. Dies ist nämlich ein sehr wichtiger Punkt, den viele Menschen, die mit dem Bloggen anfangen und Erfolg haben möchten, zu sehr unterschätzen:

Um einen erfolgreichen Blog aufzubauen, musst du bessere Inhalte liefern als deine Mitbewerber. Klick um zu Tweeten

Es reicht nicht, einfach nur einen Blog zu haben und ab und zu einmal ein paar Wörter zu schreiben. Wenn du einen Artikel schreibst, sollte dieser immer einen Mehrwert für den Leser haben und so gut recherchiert und ausführlich wie nur irgend möglich sein. Qualitative und bessere Inhalte erreichst du mit Wissen und Recherche zu dem jeweiligen Thema. Das kostet zwar Aufwand und viel Zeit, wird sich aber definitiv lohnen.

Technik: Blog-Software und Hosting

Die Suche nach der der passenden Technik lässt viele Blog-Neulinge verzweifeln. „Soll ich eine Blogging-Plattform nutzen oder mich selbst um die Software und das Hosting kümmern?“ ist die erste Frage, die den meisten zu diesem Thema einfällt. Dazu kann ich dir nur einen Rat geben: Nutze die Software deiner Wahl auf einem Webspace deines Vertrauens. Wenn du dies selbst oder innerhalb deines Unternehmens technisch nicht lösen kannst, beauftrage einen Dienstleister, der die Installation, Administration und Betreuung der Technik für dich erledigt oder nutze einen Webspace-Anbieter, der vorinstallierte Blog-Software bereits anbietet. Es lohnt sich!

Warum?

Bei Plattformen wie beispielsweisse blogger.com oder Tumblr bist du technisch meist sehr eingeschränkt und immer abhängig. Viele wichtige Features, die du später eventuell benötigst, sind bei den meisten Anbietern nicht möglich. Das fängt schon bei dem Einfügen eines simplen HTML-Snippets an. Mit der eigenen Software und Datenbank ist technisch alles realisierbar und du kannst jederzeit zu einem anderen Anbieter oder gar auf einen eigenen Server umziehen.

Ein sehr wichtiger Punkt für den Erfolg deines Blogs ist die Performance und Geschwindigkeit der Webseite. Wenn der Seitenaufbau immer schnell und performant ist, wird dies von deinen Lesern und auch von Google honoriert. Das schaffst du aber nur mit eigens installierter Software, da hier ein paar Punkte zu beachten und einige Feinjustierungen notwendig sind. Dazu später mehr.

Die richtige Software für deinen Blog

Software zum Bloggen gibt es viele, doch nur eine hat sich bis heute zum Standard für Blogs entwickelt: WordPress. Und genau diese Software empfehle ich dir für deinen neuen Blog. Es gibt zwar zahlreiche Alternativen wie zum Beispiel Ghost, Movable Type oder Serendipity, doch keine ist so qualitativ entwickelt und weit verbreitet wie WordPress.

blog-software

Über 25% aller existierenden Webseiten nutzt WordPress als CMS oder Blog-Software.[1] 59% aller Webseiten, die ein Content Management System (CMS) nutzen, setzen auf WordPress.[1] Diese beeindruckenden Zahlen haben viele Gründe: Keine andere Blog-Software wird so schnell und in solcher durchgängigen hohen Qualität auf dem neusten Stand gehalten wie WordPress. Es gibt endlos viele (genauer: um die 35.000) Plugins, mit denen die Software nach Belieben erweitert werden kann. Für jeden Einsatzzweck ist mindestens eines, meistens sogar mehrere Plugins verfügbar. WordPress ist kostenlos. WordPress wurde und wird von Bloggern für Blogger entwickelt. Es gibt eine riesige Community, etliche Seiten Dokumentation und tausende Blogs mit Tipps und Anleitungen zum Thema WordPress. Muss ich mehr sagen? Ich denke nicht, WordPress ist beim Bloggen unsere erste Wahl und der Tipp für deinen Blog.

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Google-Anfragen zu WordPress, Ghost Blog, Movable Type und Serendipity im Vergleich – Januar 2016

Blog-Hosting: Die Wahl des richtigen Hoster’s

Wenn du bereits einen Hoster deines Vertrauen hast und du bei diesem WordPress verwenden und performant genug betreiben kannst, solltest du dies in jedem Fall tun. Falls nicht, heisst es jetzt den richtigen Anbieter zu finden.

Je nach dem, wie deine technischen Möglichkeiten sind, kannst du dir einen Anbieter suchen, bei dem du WordPress selbst installieren kannst oder du suchst dir einen Webhoster, der bereits fertige WordPress-Installationen anbietet und sich auch um die Optimierung des Systems kümmert. Bekannte und empfehlenswerte Anbieter für dieses WordPress-Hosting sind Raidboxes oder Hosteurope. Für die Installation auf einem eigenen dedizierten oder virtuellen Server können wir den Anbieter Hetzner aus Erfahrung uneingeschränkt empfehlen.

Egal für welche Möglichkeit und welchen Anbieter du dich entscheidest, die folgende Dinge gilt es unbedingt zu beachten.

Suchst du einen passenden Webspace für eine eigene WordPress-Installation, achte auf die technischen Anforderungen für WordPress. PHP und MySQL (beides ab Version 5.6), Apache oder Nginx als Webserver und Linux als Betriebssystem sind die Mindestanforderungen für die Software. Arbeitsspeicher und Speicherplatz sollten ebenfalls genügend vorhanden sein, sind aber immer abhängig vom Inhalt (große Bilder, Videos etc.) und Traffic, den dein Blog erwartet. 1 GB sollte hier aber für Arbeitsspeicher und Speicherplatz für den Anfang ausreichen. Achte auch darauf, dass der Datentransfer (Traffic) inklusive ist. Dies ist bei den meisten Anbietern der Fall, sollte vorher aber dennoch zur Sicherheit geprüft werden.

Der zweite und sehr wichtige Punkt ist die Geschwindigkeit. Dies betrifft sowohl die Anbindung an das Internet, als auch die verwendete Hardware. Beides beeinflusst entscheidend die Geschwindigkeit und somit die Ladezeit deines Blogs.

Nicht zuletzt solltest du auch auf die Sicherheit und den Umfang des Supports achten. Die Möglichkeit zu einem täglichen Backup und kostenloser Support zu den Geschäftszeiten sollte mindestens gegeben sein. Achte unbedingt auch darauf, dass dein neuer Webspace über SSL genutzt werden kann, du also ein SSL-Zertifikat bestellen oder ein bestehendes bei Bedarf einbinden kannst. Das ist nicht nur für deine Sicherheit, sondern auch für SEO sehr wichtig, da Google seit 2014 HTTPS als positives Ranking-Signal nutzt. In unseren SEO Tipps findest du eine ausführliche Erklärung und weitere Tipps zu diesem und anderen wichtigen SEO-Themen. Du solltest SSL und https also für deine gesamte Domain und Webseite nutzen oder darauf umstellen.

Anbindung und Geschwindigkeit

Bei der Anbindung ist darauf zu achten, einen Anbieter zu wählen, der sein Rechenzentrum und die Server geographisch in der Nähe deiner Zielgruppe hostet. Wenn dein Publikum aus Deutschland kommt, sollten die Server auch in diesem Land stehen.
Die meisten Anbieter werben mit dem Standort auf Ihrer Webseite. Im Zweifelsfall kannst du mit dem Befehle „traceroute“ unter Mac OSX und Linux oder „tracert“ unter Windows die Herkunft herausfinden. Hier ein Beispiel für den Webhoster Hetzer aus Deutschland:

$ traceroute www.hetzner.de
1 router.local (192.168.1.1) 0.663 ms 0.831 ms 0.448 ms
2 217.0.119.30 (217.0.119.30) 18.069 ms 18.195 ms 19.956 ms
3 217.0.75.154 (217.0.75.154) 18.269 ms 18.671 ms 18.239 ms
4 217.239.48.250 (217.239.48.250) 19.412 ms 19.259 ms 19.403 ms
5 ae0-3320.fra10.core-backbone.com (87.190.233.2) 19.308 ms 19.317 ms 19.437 ms
6 ae3-2003.nbg40.core-backbone.com (80.255.15.21) 22.681 ms 22.470 ms 22.586 ms
7 core-backbone-100g-nbg.hetzner.de (81.95.15.6) 45.686 ms 45.631 ms 46.512 ms
8 core11.hetzner.de (213.239.203.137) 50.799 ms 42.969 ms 45.960 ms
9 core14.hetzner.de (213.239.203.210) 48.436 ms 51.908 ms 48.999 ms
10 ex9k2.rz1.hetzner.de (213.239.203.214) 42.824 ms 43.551 ms 43.127 ms
11 www.hetzner.de (78.46.133.14) 43.066 ms 42.911 ms 38.687 ms

In den meisten Hostnamen sind die Standorte der Router ausgewiesen, wie hier beim Punkt 5 „fra“ für Frankfurt und bei Punkt 6 und 7 „nbg“ für Nürnberg. Die Server stehen also in Nürnberg, Deutschland. Dies funktioniert nicht bei allen, aber bei sehr vielen Hosting-Anbietern. Neben dem Standort erhält man bei einem traceroute auch die Information zur Round Trip Time bzw. Paketumlaufzeit. Das ist bei einem Traceroute die Zeit, die das Datenpaket vom lokalen Rechner zum entfernten Server und wieder zurück benötigt. Schneller und direkt zum entfernten Server lässt sich dies mit einem Ping herausfinden:

$ ping -c 5 www.hetzner.de
PING www.hetzner.de (78.46.133.14): 56 data bytes
64 bytes from 78.46.133.14: icmp_seq=0 ttl=53 time=32.443 ms
64 bytes from 78.46.133.14: icmp_seq=1 ttl=53 time=32.080 ms
64 bytes from 78.46.133.14: icmp_seq=2 ttl=53 time=33.890 ms
64 bytes from 78.46.133.14: icmp_seq=3 ttl=53 time=35.233 ms
64 bytes from 78.46.133.14: icmp_seq=4 ttl=53 time=32.321 ms
 
--- www.hetzner.de ping statistics ---
5 packets transmitted, 5 packets received, 0.0% packet loss
round-trip min/avg/max/stddev = 32.080/33.193/35.233/1.201 ms

Eine durchschnittliche Paketumlaufzeit von 33 Millisekunden ist hier ein sehr guter Wert. Der Webhoster Hetzner kann also von der Geschwindigkeit her unbedingt empfohlen werden.

Hardware

Die Hardware sollte neben Zuverlässigkeit unbedingt SSD-Festplatten vorweisen können. So ist sichergestellt, dass dynamische Inhalte schnell genug aus der Datenbank gelesen werden können, ohne die Ladezeit deiner Webseite negativ zu beeinflussen.

Ist der Blog eine Erweiterung für deine bestehende Webseite, wie beispielsweisse ein Online-Shop, und enthält diese bereits sensible Daten, sollte der Blog bzw. der Webspace und Server auf dem die Software und Datenbank des Blogs liegt, physisch getrennt von der Webseite gehostet werden. Der Grund hierfür ist die Sicherheit, die bei einer Open-Source-Software wie WordPress nicht immer kontrollierbar ist und gewährleistet werden kann. Alleine durch Plugins, die mit wenigen Klicks installiert werden können, besteht selbst bei gewissenhafter Nutzung und Sorgfalt immer die Möglichkeit, schadhaften Code zu aktivieren. Durch die physische Trennung kannst du dieses Risiko minimieren.

Checkliste Blog-Hoster für WordPress

Hier deine Checkliste für die Suche nach deinem Blog-Hoster für WordPress:

1. Scriptsprache: PHP Version 5.6 oder grösser
2. Datenbank: MySQL Version 5.6 oder grösser
3. Webserver: Apache (mit mod_rewrite) oder Nginx
4. Betriebssystem: Linux
5. Geografische Nähe der Server zu deiner Zielgruppe
6. Gute und schnelle Anbindung
7. SSD-Festplatten
8. Zuverlässige Hardware
9. Speicherplatz: mindestens 1 GB (je nach Inhalt)
10. Arbeitsspeicher: mindestens 1 GB
11. Traffic (Datentransfer) inklusive
12. Möglichkeit zur physischen Trennung zur bestehenden Applikation (wenn vorhanden)

Domain, Subdomain oder Verzeichnis

Bei der Frage, ob du eine Domain, eine Subdomain oder ein Verzeichnis für deinen Blog nutzen solltest, gibt es ja nach Anwendungsgebiet eine klare Empfehlung:

Handelt es sich um einen alleinstehenden Blog, nutze eine eigene Domain.

Wenn der Blog eine Erweiterung für deine bestehende Webseite ist, nutze ein Verzeichnis. Der Grund hierfür ist die Autorität deiner Domain bei Google und anderen Suchmaschinen. Mehr Inhalte auf einer Domain, sowie eine optimale interne und externe Verlinkung sorgen für eine Stärkung der Autorität und somit für bessere Google-Rankings aller Seiten dieser Domain.

Auch wenn dein Blog physisch auf einem anderen Server liegt, kann ein Verzeichnis mit Hilfe eines Proxy’s relativ einfach und ohne große Geschwindigkeitseinbußen realisiert werden. Näheres hierzu erfährst du in unserem Artikel Subdomain oder Verzeichnis? Warum ein Verzeichnis für deinen Blog besser ist.

Content Erstellung

Ist das Thema und die Technik geklärt, musst du dir nun überlegen, wer die Inhalte für deinen Blog schreibt. Wie oben bereits geschrieben, reicht es nicht aus, ab und zu mal etwas zu bloggen. Sicher ist wenig besser als nichts, wenn du aber Erfolg haben und diesen noch relativ schnell erreichen möchtest, solltest du so viele Artikel veröffentlichen wie möglich. Ein Blog-Artikel pro Woche in hoher Qualität mit mindestens 1.600 Wörtern sollte es in jedem Fall sein.

Bei der Frage nach dem „Wer macht’s?“ gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Selbst bloggen
  • Mitarbeiter
  • Texter / Freelancer
  • Textagentur
  • Content-Plattform

Bloggen selbst gemacht: Learning by doing

Du fragst dich nun sicher, ob und wie du es schaffst, kontinuierlich so viele Blog-Artikel in guter Qualität zu erstellen?!
Es ist hier aber wie bei vielen anderen Sachen auch: je öfters man es macht, desto besser wird man. Wichtig ist natürlich, dass du das Wissen, welches du in deine Artikel einfliessen lassen möchtest, bereits hast oder dir zumindest aneignen kannst. Viele Sachen lernt man sogar noch besser und schneller, wenn man darüber bloggt und sich bei intensiver Recherche damit beschäftigt. Dies ist ein weiterer wertvoller Mehrwert des Bloggen’s für dich selbst!

Mein Tipp: Fange einfach an und schreibe deinen ersten Blog-Artikel. Da du ja bereits planst, einen Blog zu erstellen und das Thema auch geklärt ist, hast du sicher auch schon ein paar Ideen für einen Artikel. Selbst wenn du vor hast, einem Mitarbeiter oder externen Dienstleister das Bloggen zu überlassen, probier es einfach mal aus. Denn wenn man selbst einmal gebloggt hat, weiß man wovon man redet und eine Zusammenarbeit ist um einiges produktiver. Vielleicht entdeckst du ja so auch eine neues Talent in dir.

Content-Erstellung auslagern

Besteht keine Möglichkeit, dass der Inhalt für den Blog von dir oder einem deiner Mitarbeiter erstellt wird, kannst du diese Arbeit auch auslagern. Jedoch musst du hier unbedingt bedenken, dass dies nicht nur mit finanziellen Kosten verbunden ist, sondern auch sehr viel eigene Zeit kostet. Die Idee und das Konzept für den jeweiligen Artikel sollte von dir kommen und geprüft werden. Der Texter muss gebrieft werden und es muss ein Wissens-Transfer geschehen, damit das Ergebnis in Form eines qualitativen Artikels auch optimal erreicht werden kann. Ist der Text geschrieben, muss er geprüft und eventuelle Korrekturen wieder in Auftrag gegeben werden, wobei es meist nicht bei einem Korrektur-Durchlauf bleibt. Die Erstellung der Medieninhalte wie Bilder, Grafiken oder Videos muss ebenfalls vor der Veröffentlichung erledigt werden. Dein eigener Aufwand für jeden externen Auftrag in der Übersicht:

1. Idee
2. Konzept in Form einer ausführlichen Auftragsbeschreibung
3. Korrektur-Aufträge (u.U. mehrfach)
4. Erstellung der Medien-Inhalte (Bilder, Grafiken, Videos ..)
5. Eigene Korrekturen (Text, Titel, Links intern und extern)
6. Veröffentlichung im Blog
7. Teilen in sozialen Netzwerken
8. …

Wenn du mit einem festen Texter zusammen arbeitest, wird sich der Aufwand durch die längere Zusammenarbeit mit der Zeit minimieren. Am besten ist es, wenn die Erstellung des Contents gleich in WordPress geschieht. So können auch Medieninhalte und Links direkt mit in den Inhalt integriert werden.

Den passenden Anbieter finden

Vielleicht hat du ja bereits einen Texter oder eine Textagentur in deinem Netzwerk. Wenn nicht, können dir eine Google-Suche nach „Texter“ oder Business-Netzwerke wie Xing und LinkedIn dabei helfen, einen Texter zu finden. Schreibe den passenden Personen gleich eine Nachricht:

Hallo _________________,

ich plane aktuell die Erstellung eines Blogs für ____________________ und bin hierfür auf der Suche nach Textern für Blog-Artikel.

Bei den Artikeln wird es um die Themen __________________________________ gehen, pro Artikel sind mindestens 1.600 Wörter in hoher Qualität zu schreiben.

Wäre so eine Arbeit für Sie denkbar?

Falls Sie Interesse an einer Zusammenarbeit haben, würde ich mich über eine Rückmeldung sehr freuen.

Vielen Dank und viele Grüße

_____________________________________

Eine einfachere Möglichkeit bieten Online-Plattformen, wie zum Beispiel Content.de oder Textbroker. Bei diesen Portalen kann man sich als Autor oder als Auftraggeber registrieren, Textaufträge also vergeben oder annehmen. Bei der Erstellung eines Auftrages kann man neben den Standardangaben wie Titel, Auftragsbeschreibung, Anzahl der Wörter und Kategorie, die Qualitätsstufe wählen, die auch über den Preis entscheidet, der pro geschriebenen Wort anfällt. Gibst du einen Text in Auftrag, der 1.600 Wörter beinhalten soll und kostet jedes geschriebene Wort 5 Cent, wird dich der Auftrag 80.- Euro kosten. Am besten probierst du es einfach mal aus und schaust, wie du damit zurecht kommst. Eine „Open Order“, bei der alle registrierten Texter der passenden Kategorie und Qualitätsstufe den Auftrag annehmen können, gibt es bei allen beiden genannten Anbietern. Hierbei kannst du das jeweilige System und die Texter selbst am besten kennen lernen.

Postfrequenz und Termine: Wie oft und wann wird gebloggt?

Dieser Punkt ist sehr wichtig und sollte als festes Ziel in deinem Konzept festgehalten werden. Ich habe es selbst schon erlebt. Man nimmt sich vor, einmal die Woche zu bloggen. Ohne einen festen Termin hierfür, schiebt man es aber immer vor sich her, da aktuelle Arbeiten, seien es Supportanfragen von Kunden, Verwaltungsarbeiten oder sonstiges, immer wichtiger erscheinen, als einen Blog-Artikel zu schreiben.

Doch das ist falsch!

Zeit zum Bloggen musst du dir fest einplanen! An diesem Termin sollte es nichts anderes geben, außer deinem Blog. Je nach dem, ob du alleine, mit Mitarbeitern oder Anbietern bloggst, erstelle dir einen Zeitplan, in dem du die Frequenz und einen festen wiederkehrenden Termin festlegst. Hier sollte der Artikel finalisiert und veröffentlicht werden. Beispielsweisse jeden Freitag von 10 bis 14 Uhr. Trage dir diesen Termin in dein Konzept und auch gleich in deinen Terminkalender ein!

kalender-blog-artikel-schreiben

Lässt du den Artikel extern erstellen, muss für die Erstellung des Inhaltes eine Vorlaufzeit von ca. ein bis zwei Wochen eingeplant werden. Die Idee und das Konzept sollten zu diesem Zeitpunkt schon feststehen. Setze dir auch hier für die Konzeptionierung und Auftragsvergabe unbedingt einen festen Termin in deinem Kalender!

Konzept-Vorlage für deinen Blog

Jetzt bist du an der Reihe! Lade dir unsere Vorlage für ein Blog-Konzept herunter und starte mit deinem eigenen Konzept.

Blog einrichten

Steht dein Konzept und sind alle Punkte geklärt, kann es nun endlich losgehen. Das erste Todo ist hierbei die Installation der Software. Falls du dich für ein Hosting mit vorinstallierten WordPress entschieden hast, kannst du den nächsten Punkt getrost überspringen und direkt mit der Einrichtung von WordPress beginnen.

WordPress installieren

Für die Installation brauchst du..

  • ca. 30 Minuten Zeit
  • Erfahrung bei der Installation von Webanwendungen
  • Webspace- oder Server (FTP, SSH) Zugangsdaten:
    • Hostname
    • Benutzername
    • Passwort
  • MySQL-Datenbank inkl. Zugangsdaten:
    • Hostname
    • Name der Datenbank
    • Benutzername
    • Passwort

Um WordPress installieren zu können, benötigen wir zuerst die aktuellste Version der Software, die wir uns auf der deutschen Version der WordPress-Seite https://de.wordpress.org herunterladen können. Klicke hierzu auf den blauen Button „WordPress [VERSION] herunterladen“, wobei anstelle von [VERSION] hier immer die aktuellste verfügbare Version ausgewiesen wird. Das heruntergeladene ZIP-Archiv muss anschliessend entpackt und die entpackten Dateien bwz. das entpackte Verzeichnis „wordpress“ mit einem Übertragungsprogramm (ftp, scp, rsync) deines Vertrauens auf deinen Webspace hochgeladen werden.

Wenn du einen SSH-Zugang für deinen Webspace oder Server besitzt, kannst du dir das lokale Herunterladen auch sparen und WordPress direkt auf dem entfernten Server laden und installieren. Logge dich hierfür mit einem SSH-Client (Terminal für Mac, Putty für Windows) per SSH auf deinem Server ein und wechsele in das Verzeichnis, in dem WordPress installiert werden soll. Die folgende Befehlsfolge lädt WordPress herunter und entpackt es in einem Unterverzeichnis namens „wordpress“.

wget https://de.wordpress.org/latest-de_DE.zip
unzip latest-de_DE.zip

Es sollte folgende oder eine ähnliche Ausgabe erfolgen:

Archive: latest-de_DE.zip
   creating: wordpress/
  inflating: wordpress/wp-mail.php
  inflating: wordpress/wp-cron.php
  inflating: wordpress/wp-trackback.php
  inflating: wordpress/wp-activate.php
  inflating: wordpress/xmlrpc.php
   creating: wordpress/wp-content/
   [...]

Ist unzip auf dem Server nicht vorhanden, muss es erst installiert werden:

Ubuntu & Debian:
sudo apt-get install unzip

Red Hat, Fedora & CentOS
sudo yum install unzip

Anschließend muss das Verzeichnis noch in den Verzeichnisnamen deines Blogs umbenannt werden, wenn du ein Unterverzeichnis nutzen möchtest:
mv wordpress blog

Möchtest du WordPress direkt im aktuellen Verzeichnis installieren, musst du alle Dateien rekursiv in dieses kopieren und kannst anschliessend das Verzeichnis „wordpress“ löschen:

mv wordpress/* . && rmdir wordpress

Jetzt rufst du die URL in deinem Browser auf, in der du die Dateien installiert hast, also z.B. www.meinedomain.de/blog/.
Nicht erschrecken, wenn eine Fehlermeldung wie folgende angezeigt wird, ist dennoch alles in Ordnung:

wordpress-installation-erster-aufruf

Klicke einfach auf den Button „Erstelle die Konfigurationsdatei“. Sollte danach die gleiche Seite wieder angezeigt werden, gibt es entweder Probleme mit den Rechten und WordPress kann die Datei nicht anlegen oder, was bei Nginx je nach Konfiguration öfters der Fall ist, der Link des Buttons wird durch WordPress falsch erstellt. Ist letzteres der Fall, kannst du einfach die URL /blog/wp-admin/setup-config.php aufrufen und schon ist das Problem gelöst.

Läuft alles gut, siehst du jetzt eine Seite, die mit dem Text „Willkommen bei WordPress.“ beginnt.

wordpress-installation-step-1

Lies alles aufmerksam durch und klicke nun auf „Los geht’s!“. Auf der folgenden Seite trägst du die Zugangsdaten deiner Mysql-Datenbank ein.

wordpress-installation-step-2

Sind die Daten korrekt und WordPress hat Zugriff auf die Datenbank, siehst du folgende Seite und die technischen Vorbereitungen sind abgeschlossen.

wordpress-installation-step-3

Mit einem Klick auf „Installation ausführen“ wird die Installation von WordPress gestartet. Hier werden wieder zunächst ein paar Informationen zu deinem Blog benötigt.

wordpress-installation-step-4

Gib jetzt einen Titel für deinen Blog und einen Benutzernamen sowie ein Passwort ein, mit dem du dich zukünftig in WordPress einloggen möchtest. Achte darauf, dass du eine gültige E-Mail-Adresse eingibst. Wenn du dein Passwort einmal vergessen hast, wird an diese Adresse ein neues gesendet. Die Sichtbarkeit für Suchmaschinen solltest du auf keinen Fall deaktivieren, die Checkbox also nicht anklicken!

Klicke jetzt auf „WordPress installieren“.

Hat alles geklappt, siehst du die Meldung „Installation erfolgreich!“. Jetzt kannst du dich über den Button „Anmelden“ und dem anschließenden Login das erste Mal in deinen Blog einloggen und siehst das Dashboard von WordPress.

wordpress-dashboard

Glückwunsch, dein neuer Blog ist nun fertig installiert! Jetzt kann es an’s Einrichten gehen.

WordPress einrichten: Einstellungen, Themes und Plugins

Im Prinzip kannst du jetzt schon mit dem Bloggen beginnen und deinen ersten Artikel schreiben. Vorher sollten aber noch ein paar Einstellungen justiert werden, damit dein Blog für die ersten Leser und SEO gut gewappnet ist.

Permalinks: Die URL deiner Blog-Artikel

Eine lesbare URL ist nicht nur für deine Leser gut, auch Google orientiert sich am Inhalt der URL. Ein zum Titel passender Dateiname unterstützt das Ranking deiner Seite bei Google in hohem Maße und gilt als wichtiger Rankingfaktor.

Damit die URL deiner Artikel für Menschen und Suchmaschinen gut lesbar ist, musst du das Format der Permalinks anpassen. Dazu gehst du im Hauptmenü von WordPress unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ auf „Permalinks“, wählst „Benutzerdefiniert“ aus und trägst in das Textfeld den Wert /%postname%.html ein und klicke auf „Änderungen übernehmen“.

wordpress-permalinks

%postname% wird bei jedem Artikel durch den Permalink ersetzt, der vom Titel deines Artikels durch WordPress automatisch generiert wird und den du jederzeit bearbeiten kannst. Die Endung .html ist zwar Geschmacksache, hat sich aber in der Vergangenheit bewährt. Man sagt, das auch dies im Ranking von Google positiv honoriert wird. Warum sollte man diesen Vorteil also nicht gleich mitnehmen.

Ansonsten sind keine weiteren Einstellungen notwendig, die vordefinierten Einstellungen von WordPress ergeben alle Sinn. Klicke dich ruhig mal durch die einzelnen Punkte durch, so lernst du auch die Möglichkeiten besser kennen.

WordPress Themes: Das Design deines Blogs

Für das Aussehen deines Blogs sind in WordPress sogenannte Themes zuständig. Diese können beliebig getauscht werden, ohne das sich dabei etwas vom Inhalt ändert. Das Theme bestimmt, wie deine Startseite und deine Blog-Artikel dargestellt werden und enthält die gesamte Funktionalität inklusive Layout, Stylesheets, Bildern und dem PHP-Code für die Ausgabe der Inhalte. Dabei bedient es sich aber zum Großteil aus bereits in WordPress vorhandenen Funktionen.

Wer schnell starten möchte, dem sollte das Standard-Design von WordPress ausreichen. Wenn du selbst an deinem Theme basteln möchtest, ein Tipp von mir: Kopiere dir das Standard-Theme „Twenty Sixteen“ in einen neuen Ordner und bearbeite es nach deinen Wünschen. cd wp-content/themes
cp -rp twentysixteen meintheme

Die wichtigsten Dateien in einem Theme-Ordner:

  • header.php – Kopf des Layouts, wird vor dem Inhalt auf jeder Seite angezeigt
  • footer.php – Fuß des Layouts, wird nach dem Inhalt auf jeder Seite angezeigt
  • index.php – Startseite
  • single.php – Einzelner Beitrag bzw. Blog-Artikel

Weitere Infos zu den Dateien und eine Möglichkeit, diese zu bearbeiten, findest du im Theme-Editor unter „Design > Editor“. Hilfe, Erklärungen und eine Beschreibung aller Dateien und Funktionen findest du in der WordPress-Dokumentation Theme Development.

Bist du mit dem Bearbeiten fertig, kannst du es unter „Design > Themes“ aktivieren. Vorher solltest du allerdings im Stylesheet bzw. der Datei style.css den Namen und die Details deines Themes im Kopf der Datei ändern und auf deine Bedürfnisse anpassen:

/*
Theme Name: Mein Theme
Theme URI: http://url/themes/theme
Author: Author Name
Author URI: http://url/
Description: This is my first theme.
Version: 1.0
*/

Wenn du das Theme nicht selbst erstellen und anpassen möchtest oder niemanden hast, der dies für dich erledigt, kannst du auch ein bereits bestehendes Theme für deinen Blog nutzen und herunterladen. Die meist kostenpflichtigen Themes können auf zahlreichen Plattformen und Webseiten wie beispielsweise Elmastudio (Empfehlung!), ThemeForest oder WooThemes erworben werden. Kostenlose WordPress Themes gibt es in WordPress selbst, wenn du auf den Menüpunkt „Design“ klickst. Hier findest du auch gleich die Möglichkeit, neue Themes zu installieren und anzupassen.

WordPress Plugins: Erweiterungen für deinen Blog

Mit Hilfe von Plugins kannst du WordPress beliebig erweitern und daraus sogar einen ganzen Online-Shop, eine Business-Webseite oder Community machen. Für unseren Blog reichen aber ein paar Plugins, damit wir die Performance sowohl auf technischer, als auch auf Marketingseite unterstützen können. Folgende Plugins empfehle ich dir für den Start deines Blogs:

  • All In One SEO Pack
    SEO-Plugin, welches deinen WordPress-Blog automatisch für Suchmaschinen wie Google optimiert. Hier kann alles, was für Suchmaschinen relevant ist, schnell und einfach konfiguriert und automatisiert werden.
  • Antispam Bee
    Plugin, welches Spam in Kommentaren automatisch und optimal erkennt und als solchen markiert. Datenschutzkonform ist es dazu auch noch.
  • JM Twitter Cards
    Wenn du deine Posts auf Twitter veröffentlichen möchtest, erstellt dir dieses Plugin den passenden HTML-Code für Twitter-Tags. Diese sorgen in Tweets mit der URL des jeweiligen Artikels für eine Vorschau mit Bild, Titel und Text.
  • W3 Total Cache
    Das beste Cache-Plugin für WordPress! Speichert dynamische Inhalte aus der Datenbank, PHP-Objekte und ganze HTML-Seiten in einem Cache wahlweisse auf der Festplatte oder im Arbeitsspeicher. Dies sorgt für rasend schnelle Reaktions- und Ladezeiten bei der Auslieferung der Blog-Artikel.
    Aktiviere nach der Installationen den Page Cache, Database Cache, Object Cache und wähle hierbei als Cache Method wenn möglich die Option Memcache oder APC aus.
  • WP Facebook Open Graph protocol
    Wenn du deine Posts auf Facebook veröffentlichen möchtest, erstellt dir dieses Plugin die passenden Open Graph Tags für Facebook. Diese sorgen in Facebook-Posts mit der URL des jeweiligen Artikels für eine Vorschau mit Bild, Titel und Text.
  • Die Installation des jeweiligen Plugins kannst du unter dem Menüpunkt „Plugins“ deiner WordPress-Installation vornehmen. Dort klickst du auf „Installieren“ und gibst im Suchfeld den Namen des Plugins ein.

    Direkt unter „Plugins“ und im Plugin-Verzeichnis von WordPress findest du auch viele weitere interessante Plugins. Achte vor der Installation immer auf die Bewertungen und Kompatibilität zu deiner WordPress-Version. Nach der Installation sollte jedes Plugin noch aktiviert und konfiguriert werden.

    yeah

    Gratulation! Bis hier hin war es schon eine Menge Arbeit und wenn man noch nie einen Blog erstellt und installiert hat, erst recht. Jetzt hast du es aber geschafft und es kann los gehen mit dem Erstellen deines ersten Blog-Artikels.

    Fazit

    Einen Blog zu erstellen ist gar nicht so schwer. Selbst wenn man technisch und redaktionell alles aus der Hand geben muss, ist ein Blog in kurzer Zeit erstellt und eingerichtet. Mit Hilfe eines Konzeptes, welches du vor dem Start erstellst, gelingt dir das auf jeden Fall ohne große Stolpersteine.

    Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel bei der Erstellung deines eigenen Blogs eine Unterstützung sein. Wenn du Fragen, Anregungen hast oder dir in diesem Tutorial etwas fehlt, freue ich mich über einen Kommentar auf dieser Seite.

    Wenn du im Anschluss erfahren möchtest, wie du einen perfekten blog-Artikel schreibst, abonniere doch unserer Newsletter und du erfährst als erstes, wann der Artikel zu diesem Thema erscheint.

    Jetzt wünsche ich dir aber erst einmal viel Spaß und Erfolg mit deinem neuen Blog!

    Ausblick: Blogartikel schreiben und erstellen

    Vor jedem Blog-Artikel steht die Idee, doch diese zu finden ist manchmal gar nicht so einfach. Auch bei der Erstellung des Artikels gibt es viele Dinge zu beachten. Welche das sind und wie du einen optimalen und guten Blog-Artikel erstellst, erfährst du in unserem Artikel Blog schreiben: Wie du in 13 Schritten einen Blogartikel schreibst, den deine Leser lieben.


    Quellen:

    1. http://w3techs.com/technologies/details/cm-wordpress/all/all

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2 Kommentare

  • Hallo Nico und vielen Dank für deine Erwähnung von RAIDBOXES!

    Viele Grüße,
    Torben & Team
  • Sehr gerne! Viele Grüße, Nico

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