Blog schreiben: Wie du in 13 Schritten einen Blogartikel schreibst, den deine Leser lieben

13. Februar 2016 von Nico Puhlmann

blog-schreiben-teaser

Ein Feuerwerk. Damit kann man einen optimalen Blogartikel wohl am besten vergleichen.

Am Anfang ist die Idee und man findet das perfekte Thema für einen Artikel. Dazu gesellen sich viele weitere gute Ideen und es will gar nicht mehr aufhören. Es kommt viel Material in Form von Text, Bildern, Videos, Screenshots und sonstigen Medien dazu.

Richtig formuliert und sortiert ergibt dies mit viel Leidenschaft und Energie den perfekten Blogartikel, der endlos in die Höhe steigt und ein wunderbares Bild ergibt.

Das klingt alles gut und schön, aber für jemanden, der noch nie einen Blogartikel geschrieben hat oder nur ein bisschen privat gebloggt hat, ist es oftmals schwer den Einstieg zum professionellen Bloggen zu finden. Gerade jetzt, da viele Unternehmen und noch mehr Agenturen auf den Zug des Content-Marketing’s aufgesprungen sind und das Netz mit Inhalten regelrecht überschwemmen, sind viele Anfänger eher eingeschüchtert als motiviert und fragen sich:

Wie soll ich das nur schaffen? Lohnt sich das?

Es lohnt sich und zu schaffen ist es auch! Es gibt trotz der Menge an Content immer noch viel zu wenig gute Blogs, gerade im deutschsprachigen Raum. Wenn du Leidenschaft für dein Thema mitbringst, genug Energie und Zeit aufbringen kannst und Durchhaltevermögen hast, dann schaffst du es zu 100% – garantiert!

Einen Blogartikel schreiben, der von guter Qualität und dazu noch erfolgreich ist, ist gar nicht so schwer. Wenn man einmal weiß, wie es geht, ist es im Prinzip ganz einfach und nur mit Fleiß verbunden. Du musst es einfach nur tun!

Noah Kagan hat es in seinem Artikel perfekt auf den Punkt gebracht.
Eine ganz einfache 3-Fach Formel für perfekte Blogartikel, an die du dich halten musst:

#1 Finde die besten Inhalte zu deinem Thema (In Form von Blogartikeln, Tutorials, Infografiken, Videos)
#2 Mach den gefunden Inhalt noch besser und so gut wie du kannst
#3 Promote deinen Inhalt direkt an Leute, die sich dafür interessieren könnten

Doch bevor du die besten Inhalte finden und noch besser machen kannst, benötigst du natürlich erst eine Idee. Solltest du diese bereits haben, kannst du den nächsten Abschnitt getrost überspringen.

Wie finde ich gute Ideen für Blogartikel?

Du sitzt vor dem Monitor und versucht krampfhaft eine Idee für einen neuen Blogartikel zu finden. Unzählige Webseiten hast du bereits abgegrast, ewig viele Suchwörter in Google eingegeben, etliche Blogs gelesen, deine Augen brennen und dein Kopf wird immer leerer. Schliesslich gibst du auf und verschiebst den Blogartikel auf morgen, oder übermorgen oder gar noch viel später ..

Im Ernst: Auf Krampf eine neue Idee zu finden, ist der schwierigste Weg und klappt nur ganz selten. Frage doch einmal Schriftsteller, Maler oder Künstler, ob sie so auf neue Ideen stossen. Wohl eher nicht. Wenn innerhalb der ersten 15 Minuten keine zündende Idee da ist, hat es meist keinen Sinn mehr.

Die besten Ideen für Blogartikel hat man, wenn man nicht danach sucht. Klick um zu Tweeten

Deshalb musst du dir einen anderen Weg suchen, Ideen für neue Artikel zu finden. Mein Tipp: Erstelle dir eine neue Notizliste in deinem Handy, denn das hast du immer und überall dabei. Aus Erfahrung kann ich dir nämlich verraten, dass die besten Ideen nicht vor dem Computer kommen, sondern an ganz anderen Orten. Unter der Dusche, beim Gassi gehen mit dem Hund oder kurz vor dem Einschlafen. Meist rechnet man überhaupt nicht damit und plötzlich hat man die beste Idee aller Zeiten (zumindest fühlt es sich oft so an).

Oft stösst man aber auch beim Surfen oder bei Facebook, Twitter und anderen Netzwerken auf Blogartikel und denkt sich: Guter Artikel, spitze Idee – das geht noch besser. Allerdings hat man dann nicht immer sofort Zeit und sollte sich die Idee für später merken.

Also erstelle dir jetzt eine neue Liste in einer Notiz-App, die du optimalerweisse noch auf all deinen Geräten synchron halten kannst. Dort notierst du dir den ersten Arbeitstitel und somit ersten Entwurf der Überschrift deines Blogartikels. Diese Überschrift sollte deine Idee komplett wiedergeben, damit du später genau weisst, um was es geht.

notiz-blogartikel-ideen

Natürlich geht das auch mit anderen Apps und Tools, eine Notizfunktion ist aber bei den meisten Geräten standardmässig dabei und schnell zur Hand. Dort kannst du dir auch schon Ideen für den Inhalt oder Links zu ähnlichen Artikeln merken, damit du beim Schreiben direkt schon Material zum Starten hast.

Und soll ich dir etwas verraten? Ich habe im Moment ca. 15 bis 20 Artikel in meinen Notizen gespeichert und ich komme überhaupt nicht hinterher, die Artikel zu schreiben. Teilweisse sind es so geniale Themen, dass ich am liebsten sofort los schreiben würde. Aktuell habe ich mir aber nur einen Tag in der Woche für’s Bloggen reserviert, weshalb ich die Themen nur nach und nach abarbeiten kann.

Alternativ kannst du auch in WordPress Entwürfe mit deinen Ideen im Titel und Inhalt anlegen, um diese später dann für das letztendlich Erstellen des Artikels zu nutzen.

Wenn es doch ganz schnell gehen soll und du unbedingt eine Idee benötigst, lies Blogs von Mitbewerbern und prüfe, welche Blogartikel dort erfolgreich sind und ob du diese besser oder anders machen kannst. Dazu benutzt du einfach die Google-Suche oder Seiten wie Buzzsumo. Setze dir aber unbedingt ein Timeout von 15, maximal 30 Minuten. Wenn du bis dahin kein Thema oder zumindest eine Richtung für einen neuen Blog-Artikel hast, mach eine Pause und versuche es später noch einmal.

So schreibst du den perfekten Blogartikel – Schritt für Schritt

Wenn du brennst, deine Ideen niederzuschreiben, geht das Erstellen eines Blogartikels wie von selbst. Damit du keine unnötige Zeit verlierst, hier eine Vorgehensweise, an die du dich halten kannst:

#1 Schreibe alles auf, was du im Kopf hast

Der optimale Start einen Blogartikel zu schreiben, ist erst einmal alles aufzuschreiben, was du im Kopf hast. Lege hierzu einen neuen Beitrag in WordPress an (oder der Blog-Software Deiner Wahl) und schreibe in die Überschrift den Arbeitstitel und als Text deine ersten Ideen auf. Lass einfach alles raus und achte dabei nicht auf Struktur oder Rechtschreibung. Dieser Prozess kann sich durchaus über mehrere Tage hinziehen, in denen du immer mehr und mehr Ideen, Material und Inhalt sammelst. Ob du hierbei nun stichpunktartig notierst, über welche Punkte du bloggen möchtest oder bereits erste vollständige Texte schreibst, spielt dabei keine Rolle und muss jeder für sich heraus finden. Ich mache es in den meisten Fällen z.B. so:

  1. Beitrag mit Arbeitstitel anlegen, erste Stichpunkte und Links
  2. Stichpunkte, Links und Ideen zur Struktur als Liste (Hierbei entstehen die ersten Untertitel)
  3. Erste Version des Intros
  4. Jetzt schreibe ich alles auf, was mir zu den einzelnen Punkten einfällst

Das Intro schreibe ich meistens als erstes, da ich zu diesem Zeitpunkt noch frisch bin und so eher den perfekten Einsteig in dieses Thema finden kann.

#2 Finde das beste Keyword

Um optimal mit dem Recherchieren und Schreiben beginnen zu können, solltest du dir erst ein Bild über die möglichen Keywords zu deinem Thema machen. Hierbei gilt es, das Suchwort zu finden, welches die meisten Suchanfragen in Google hat und somit den meisten Traffic bringt.

Hierzu verwendest du den Google Keyword Planner, bei dem du dich mit deinem Google-Account einloggen musst.
Jetzt wählst du den Punkt „Mithilfe einer Wortgruppe, einer Website oder einer Kategorie nach neuen Keywords suchen“.

google-keyword-planner

Es öffnet sich ein Suchformular, bei dem du das Land und die Sprache deiner Zielgruppe auswählen solltest und bei „Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung“ das Wort oder eine Wortgruppe für dein Thema eingibst. In unserem Fall wäre das „Blogartikel schreiben“.

keyword-planner-formular

Jetzt klickst du auf „Ideen abrufen“. In der Ergebnisliste klickst du auf den Kopf der Spalte „Durchschnittl. Suchanfragen pro Monat“, um sie nach den meisten Suchanfragen zu sortieren, die dann ganz oben stehen.

keyword-planner-keywordgruppen

Das erste Ergebnis sieht ganz ordentlich aus, entpuppt sich aber leider als Niete, da das eingegebene Suchwort nur 70 Suchanfragen im Monat hat und uns so eher weniger Traffic bescheren würde. Auch die anderen Keywords sind nicht wirklich passend.

gkp-zu-wenig

Also weiter zum nächsten Ergebnis. Hier ist leider auch kein passendes Suchwort dabei. Beim Dritten dagegen schon.

gkp-blog-schreiben

gkp-bester-wert

Hier finden wir das passende Keyword „Blog schreiben“. Hier wird es zwar schwer einen passenden Titel und Text zu finden, da dies nicht wirklich Sinn macht, aber auch mit dem zuerst gewählten „Blogartikel schreiben“ wären wir gut bedient, da „Blog schreiben“ hierin enthalten ist.

#2 Recherchiere die besten Inhalte im Netz

Jetzt geht es darum, dein Wissen zu vertiefen oder fehlendes Wissen nachzuholen. Denn wie schon geschrieben, benötigst du die besten Inhalte für deinen Artikel. Tauche also tief in das Thema ab und recherchiere, um den bestmöglichen Inhalt zu deinem Thema zu finden.

Der einfachste Weg ist hierfür wie immer unsere geliebte Google-Suche. Du suchst hier nach dem vorher recherchierten Keyword oder Keywords und achtest dabei besonders auf die ersten Ergebnisse. Hier solltest du dir immer die 10-50 ersten Suchergebnisse vornehmen, die vordersten Plätze sind dabei aber in den meisten Fällen die wichtigsten. Was du also unter den ersten 10 Suchergebissen findest, kannst du getrost als wertvoll einstufen, da Google den besten Algorithmus hat, danach zu sortieren. Unseriöse Inhalte und Webseiten solltest du aber dennoch unbedingt heraus filtern. Wenn dir das am Anfang schwer fällt, sei unbesorgt: Mit der Zeit wird dir dies genauso wie die ganze Recherche immer einfacher fallen und du erkennst unseriöse Inhalte auf den ersten Blick. Bleib also einfach am Ball!

Des Weiteren macht es weit vor dem Schreiben deines Artikels immer Sinn, dir gute Blogs oder Blogartikel zu einem Thema zu merken, denn nicht alle finden sich in der Google-Suche und hier auf den vordersten Plätzen. Folge also passenden und erfolgreichen Blogs aus deinem Business, merke dir immer passende und gute Artikel oder suche in den Blogs direkt nach deinem aktuellen Thema.

Wenn du unseren Artikel zum Thema Blog erstellen gelesen hast, kennst du die folgende Methode zur Recherche sicher schon. Hierfür gibt es nämlich zahlreiche Tools, die dir die Suche nach wertvollen und erfolgreichen Inhalten erleichtern. Die Tools Buzzsumo und Feedly kann ich hierfür aus Erfahrung empfehlen. Du solltest sie dir also unbedingt einmal anschauen!

Merke und bookmarke dir die gefundenen URL’s zu den Blogartikeln oder Webseiten unbedingt und lasse Sie zusätzlich als Tabs in deinem Browser geöffnet. So kannst du immer schnell mal reinschauen und dir Ideen holen. Aber ganz wichtig: Kopiere niemals Inhalte und Texte und wenn doch, mache sie als Zitat ersichtlich und nenne die Quelle.

#3 Erstelle die Struktur des Artikels

Jetzt geht es darum, dem Blogartikel eine Struktur zu geben. Hierfür nutzt du das vorher recherchiere Wissen und erstellst für die einzelnen Kapitel, die du schreiben möchtest, eine Liste mit Zwischenüberschriften. Am besten schreibst du diese schon innerhalb eines h2 Tags in der richtigen Reihenfolge. Bei längeren Artikeln macht es durchaus Sinn, einzelne Kapitel nochmals in Unterkapitel zu unterteilen. Hier solltest du dann den h3 Tag für die Überschrift verwenden:

Zwischenüberschrift 1

Zwischenüberschrift 2

Zwischenüberschrift Unterkapitel 1

Zwischenüberschrift Unterkapitel 2

Zwischenüberschrift 3

Zwischenüberschrift Unterkapitel 1

Zwischenüberschrift Unterkapitel 2

Zwischenüberschrift Unterkapitel 3

Zwischenüberschrift 4

Zusammenfassung / Fazit

#3 Schreibe die Texte aller Kapitel

Nun geht es an’s Werk und daran, das erarbeitete Wissen auf den Bildschirm zu bringen. Fange mit dem Kapitel an, welches dir am leichtesten fällt und was du am besten komplett aus dem Kopf schreiben kannst. Je nach Typ des Inhaltes, z.B. wenn die einzelnen Kapitel aufeinander aufbauen, kann es natürlich auch erforderlich sein, dass du die Kapitel unter den vorher geschriebenen Zwischenüberschriften von oben nach unten abarbeiten musst.

Egal in welcher Reihenfolge du schreibst, achte darauf, das du nicht einfach nur stur herunter schreibst, was du weisst und zusammengetragen hast, du solltest dass geschriebene auch immer mit Beispielen, Zitaten und Zahlen belegen und untermalen.

Achte auch beim Schreiben gleich darauf, dass du den Leser immer direkt und in einer Anredeform ansprichst. Nur wenn du den Leser direkt ansprichst, kann sich eine Beziehung und Unterhaltung entwickeln. Entscheide ich also für das Du oder Sie und bleibe dabei.

Dein Ziel für diesen Schritt: Mindestens 1.600 Wörter wertvoller und einzigartiger Inhalt. Schreibe also solange weiter, bis du mindestens 1.600 Wörter geschrieben hast. Idealerweise schreibst du sogar noch mehr!

Auf die Geschwindigkeit kommt es an

Je schneller und fehlerfreier du beim Tippen des Textes bist, desto besser. Um deinen Artikel in einer angemessenen Zeit fertig stellen zu können, solltest du mindestens 60 Wörter pro Minute fehlerfrei tippen können. Wenn du das schaffst und eine Stunde ohne Pause tippen kannst, erreichst du 3.600 Wörter in der Stunde, also schon mehr als ein ganzer Blogartikel! Du merkst, es lohnt sich hier etwas Zeit zu investieren.

Deine Tippgeschwindigkeit kannst du mit Tools wie dem Typing Speedtest oder dem Typingtest von Keyhero heraus finden.

typing-speedtest

Wenn du zu langsam bist und gerne noch schneller tippen lernen möchtest, empfehle ich dir unbedingt das 10-Finger-System zu erlernen. Im Netz gibt es zahlreiche Seiten wie beispielsweisse die TippenAkademie oder Tipp10, bei denen du das 10-Finger-System schnell und einfach erlernen kannst.

Übe das Tippen mit 10 Fingern täglich und messe deine Tippgeschwindigkeit mindestens einmal die Woche, so lange bis du 60 oder noch mehr Wörter in einer Minute schaffst.

Sammle und erstelle jetzt schon passende Grafiken

Einige Blogger raten dir, das du erst nach dem Schreiben des Textes passende Bilder, Grafiken, Videos und sonstiges Medienmaterial erstellen sollst. Ich empfehle dir aber, dies direkt beim Schreiben des Artikels zu erledigen. Warum? Weil du genau zu diesem Zeitpunkt am tiefsten im Thema drin bist und am besten weisst, welche Bilder und Objekte zu deinem Text passen und diesen am besten untermalen.

Am besten erstellst du dir die Bilder schon jetzt mit einem Grafikprogramm, lädst sie in WordPress hoch und fügst sie in deinen Text ein. So ergibt sich auch schon das erste lockere Bild deines Textes und verschafft einem zusätzlich eine kleine Tipppause.

Letztendlich musst du selbst herausfinden, was das beste für dich ist. Natürlich kommt es auch auf die Geschwindigkeit an, in der du das Ganze erledigen kannst. Wenn du schneller bist und den ganzen Text zuerst herunter tippen, und dann die Bilder zügig erstellen kannst, so ist dies sicher der bessere Weg für dich. Probier es einfach mal aus und erstelle die Bilder einmal während des Tippens und beim nächsten Artikel danach.

#4 Erstelle und sammele passende Bilder, Videos, Infografiken

Einen langen Text ohne Bilder liest niemand gerne. Ein guter Blogartikel muss auch die visuelle Wahrnehmung unterstützen. In vielen Fällen sagt ein Bild in der Tat mehr als 1.000 Worte und kann den Inhalt und das Wissen deines Textes untermalen und perfekt bestätigen.

Allerdings liest auch niemand gerne Artikel mit der ixten Kopie oder Version eines Bildes. Besorge und erstelle dir also passendes und einzigartiges Material. Suche passende Bilder, Videos oder Audiodateien. Erstelle eigene Grafiken in Form von Screenshots, Infografiken oder eigenen Fotografien.

Je mehr und besser du eigenes Material erstellen kannst, desto öfters wird dein Blogartikel geteilt. Klick um zu Tweeten

Wenn du dich mit Grafik-Software noch nicht so auskennst, probiere es doch einfach mal aus. Es gibt zahlreiche kostenlose Grafikprogramme die wirklich einfach zu bedienen sind und dich hierbei unterstützen. Für Screenshots kannst du beispielsweisse die App Skitch nutzen, Videos oder animierte Screen-Recordings erstellt man schnell mit QuickTime, für Bilder mit Texten oder Zitaten kannst du Pablo von Buffer nutzen und sonstige Bilder oder Infografiken kannst du mit Bildprogrammen wie Photoshop, Gimp oder Pixlr erstellen.

Wenn du aber keine eigenen Grafiken erstellen kannst oder möchtest, musst du besser recherchieren und Material besorgen, welches alles andere toppt. Hier lohnt sich je nach Thema auch durchaus mal der Kauf einer Studie, von der man dann nicht nur Fakten und Zahlen zitieren, sondern in den meisten Fällen auch Bilder und Grafiken unter Quellenangabe verwenden darf. Eine gute Quelle hierfür ist z.B. Statista.

#5 Setze Links: extern und intern

Wenn du auf eine Webseite hinweist oder dem Nutzer ein Beispiel anhand eines Links zu einer anderen Webseite geben kannst, tu das unbedingt und scheue dich nicht ausgehende Links, auch auf Webseiten von Mitbewerbern, zu setzen. Man sagt, für jeden sinnvollen ausgehenden Link kommt irgendwann ein Link auf die eigene Webseite zurück. Es ist einfach eine Art geben und nehmen und das sollte jeder tun. Damit unterstützt du nicht nur deinen eigenen Artikel, weil es so mehr Sinn und Qualität für den Nutzer bedeutet, auch Google schätzt Links und kann hierüber Themenrelevanz und Qualität (auf der eigenen und fremden Seite) erkennen.

Wichtig ist auch, dass du die Quellen deiner Inhalte, sofern sie nicht von dir selbst stammen, nennst und verlinkst. Das ist super wichtig und sollte niemals vergessen werden. Gehe also deinen ganzen Text noch einmal durch und prüfe, welche Inhalte nicht von dir sind (Zitate, Bilder, Videos..) und setze darunter einen Link zur Quelle.

Interne Links sind für den Nutzer und auch für Suchmaschinen genauso, wenn nicht sogar noch wichtiger, als externe Links. Deshalb macht es Sinn, wenn im Text ein Link oder Hinweis auf einen andern Artikel passen würde, auf diesen anderen Blogartikel innerhalb deines Blogs zu verlinken. Achte hierbei auch auf den Ankertext, der das Keyword oder zumindest eine Variante des Keywords enthalten sollte.

Lies deinen gesamten Text also noch einmal durch und achte für Links auf folgendes:

  • Setze Links zu themenrelevanten Webseiten
  • Nenne Quellen deiner Inhalte und setze Links zu den Webseiten
  • Verlinke passende Blogartikel innerhalb deines Blogs

#6 Bringe den Artikel in Form

Eine gute und luftige Struktur deiner Inhalte fördert das flüssige Lesen. Soll bedeuten: je optimaler dein Text formatiert und strukturiert ist, desto besser lässt er sich lesen und verinnerlichen. Zu achten ist hierbei auf folgendes:

  • Achte auf genug Absätze. Pro Absatz sollte nur ein Gedankengang und maximal 6 Zeilen Text enthalten sein.
  • Formatiere deinen Text. Wichtige Dinge fett, Zitate kursiv
  • Checke die Überschriften. Stimmt die Struktur noch? h1 > h2 > h3 > h4
  • Lass genug Abstand zwischen Kapiteln, Bildmaterial und Text

#7 Kontrolliere Rechtschreibung, Grammatik und Lesefluss

Du solltest deinen Artikel unbedingt noch einmal komplett und in Ruhe durchlesen. Bevor du das tust, solltest du dir eine kurze Auszeit gönnen. Geh einen Kaffe trinken, eine Stunde spazieren oder sonst etwas, um etwas Abstand zu bekommen. Du kannst auch gut und gerne eine Nacht darüber schlafen, um dich neu zu sortieren und am anderen Tage eine neue und frische Sicht auf deinen Inhalt zu bekommen.

Lies dir danach den Artikel durch und prüfe ihn auf Lesefluss, Rechtschreibung und Grammatik. Lässt sich der Text flüssig lesen, wiederholen sich Wörter oder gar Absätze, macht die Formulierung und der Inhalt Sinn und versteht der Leser das geschriebene Wort?

Wenn du dir unsicher bist, lass jemand anderes den Artikel lesen oder nutze Textprogramme mit einer Rechtschreibprüfung.

#8 Erstelle eine kurze, sprechende URL (Permalink)

Eine kurze und sprechende URL ist sowohl für potenzielle Leser, als auch für Google sehr wichtig. Am besten nutzt du das Hauptkeyword als Permalink und ersetzt Leerzeichen mit einem Minus. Für diesen Artikel habe ich beispielsweisse den Permalink blogartikel-schreiben verwendet. Kurz, knackig, enthält das Keyword und sagt alles über den Inhalt aus.

#9 Erstelle das Artikelbild

Ein thematisch passendes Bild zu finden ist nicht einfach, macht aber eine Menge aus. Nicht nur, das das Beitragsbild das Erste oder nach der Überschrift das Zweite ist, was der Leser sieht, auch in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter wird das Bild beim Teilen des Artikels angezeigt. Hier solltest du also ein Bild wählen, welches Aufmerksamkeit und Neugier erregt und die Lust auf das Lesen des Artikels weckt.

Gute Quellen für kostenlose und lizenzfreie Bilder sind zum Beispiel UnSplash, welches ich mittlerweile fast ausschliesslich nutze, Gratisography, IM Free oder Picjumbo.

Such dir ein passendes Bild heraus, ändere bzw. reduziere die Bildgröße des Bildes mit einem Grafikprogramm wie Photoshop, Gimp oder Pixlr auf die komplette Breite deines Inhaltes und speichere es komprimiert, aber in einer guten Qualität ab. Wenn die Bilddatei immer noch zu groß ist, kannst du Tools wie TinyPNG nutzen, um die Dateigröße zu optimieren.

Vergiss nicht, das Bild als Beitragsbild festzulegen. Das funktioniert im WordPress-Editor rechts unten, unter dem Punkt „Beitragsbild > Beitragsbild festlegen“.

#10 Entwerfe die perfekte Überschrift

Es gibt Blogger, die der Meinung sind, dass man zuerst die Überschrift schreiben und dann den Artikel erstellen sollte. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass es am besten ist, die perfekte Überschrift zu finden, wenn man den Blogartikel fertig oder zumindest so gut wie fertig hat. Denn erst dann kann man den gesamten Inhalt perfekt in einer guten Überschrift zusammen fassen.

Machmal klappt es natürlich auch, dass man bereits am Anfang den perfekten Arbeitstitel und somit auch die perfekte Überschrift findet. In den meisten Fällen ist dies aber nicht so und du solltest dir nicht schon am Anfang den Kopf über eine gute Überschrift zermartern und das Augenmerk zuerst auf den Inhalt legen.

Die Überschrift ist einer der wichtigsten Parts deines Artikels und das erste, was ein potenzieller Leser von deinem Artikel liest. Es ist also wichtig, dass die Überschrift so gut wie möglich gewählt wird und dem Leser zum Klicken und Weiterlesen animiert. Die perfekte Überschrift muss also das Interesse des Lesers wecken und sofort ersichtlich machen, welchen Nutzen das Lesen bzw. Klicken des Artikels für ihn hat.

Für Google ist es wiederum wichtig, dass dein Hauptkeyword in der Überschrift vorhanden ist. Je weiter vorne das Keyword steht, desto besser ist es. Für die Anzeige in den Google-Suchergebnissen sollte der Titel nicht länger als 60 Zeichen sein.

Schreibe also jetzt deine Überschrift und achte auf folgende Punkte:

  • Wecke das Interesse potenzieller Leser
  • Mach den Nutzen für den Leser klar ersichtlich
  • Das Keyword muss in der Überschrift enthalten sein, am besten ganz vorne
  • Die Überschrift sollte aus maximal 60 Zeichen bestehen

Wenn dir noch nicht ganz klar ist, wie du eine gute Überschrift schreibst, kann ich dir den Artikel „Wie Sie eine unwiderstehliche Überschrift schreiben“ von Hubspot und den Artikel „Wie du Überschriften schreibst, die funktionieren“ vom Affenblog an’s Herz legen.

#11 Feinschliff: SEO, soziale Netzwerke und die Kategorie

Jetzt geht es an die letzten Arbeiten und du solltest prüfen, wie dein neuer Blogartikel in Google und sozialen Netzwerken dargestellt wird. Für Google kannst du folgendes Snippet benutzen, welches du dir als Lesezeichen in die Schnellstartleiste deines Browser legst. Kopiere folgenden Text in die URL des Lesezeichens:

javascript:(function()%20%7Bmc%20=%20function%20(s)%20%7Bm=document.getElementsByTagName('meta');for(var%20k=0;k%3Cm.length;k++)%20%7Bif%20(m%5Bk%5D.name.toLowerCase()==s%20&&%20m%5Bk%5D.content)%20return%20m%5Bk%5D.content;%7Dreturn%20false;%7D;c%20=%20function(s,l)%7Breturn%20(s.length%3El)%20?%20s.substr(0,l-1)+'%20%E2%80%A6'%20:%20s;%7D;d%20=%20mc('description')==false%20?%20'(Keine%20Description%20hinterlegt)':c(mc('description'),155);t%20=%20c(document.title,66)%20%7C%7C%20'(Kein%20Title%20hinterlegt.)';l%20=%20document.location;p%20=%20window.open('about:blank',%20'Preview',%20'width=530,height=120,menubar=no,location=no,toolbar=no,dependent=yes,status=no');p.document.writeln('%3Chtml%3E%3Chead%3E%3Ctitle%3Etrafficmaxx©%20SERP-Preview%3C/title%3E%3C/head%3E%3Cbody%20style=%5C'font-size:16px;font-family:Arial%5C'%3E%3Ca%20href=%5C'%23%5C'%3E'+t+'%3C/a%3E%3Cbr%3E%3Cspan%20style=%5C'font-size:13px;%5C'%3E'+d+'%3C/span%3E%3Cbr%3E%3Cspan%20style=%5C'font-size:13px;color:%23080%5C'%3E'+l+'%3C/span%3E%3C/body%3E%3C/html%3E');p.document.close();setTimeout('p.focus();',100);%7D)()

Quelle: trafficmaxx

Wenn du jetzt auf das Lesezeichen klickst, erhältst du eine Vorschau, wie die aktuell in deinem Browser geöffnete Seite in den Google-Suchergebnissen dargestellt wird.
Ist die Überschrift zu lang oder fehlt die Beschreibung bzw. Meta-Description, bearbeite und optimiere sie, bis es passt und gut aussieht. Achte auch hier drauf, das es den Leser zum Klicken animieren sollte. Gut ist, wenn auch hier die Keywords in der Meta-Description vorkommen.

Wenn du die passenden Plugins für die Bearbeitung der SEO Metatags, Twitter-Cards oder Facebook’s Open Graph Tags installiert hast, solltest du hier noch entsprechende Anpassungen vornehmen und die Darstellung auf die jeweilige Webseite anpassen.

Zum Schluss wählst du noch die passende Kategorie für deinen Artikel aus und vergibst, wenn Tags in deinem Blog angezeigt werden, die passenden Schlagwörter.

#12 Die letzte Kontrolle

Bevor dein Artikel nun das Licht der Welt erblicken und ein Publikum erreichen kann, solltest du deinen Blogartikel einer letzten Qualitätskontrolle unterziehen. Lies noch einmal alles komplett in Ruhe durch und prüfe den Lesefluss, auf mögliche Fehler im Text und den Funktionen. Achte auch auf Links, korrekt dargestellte Bilder, Videos und sonstige Inhalte.

Sei aber nicht zu streng oder gar perfektionistisch und korrigiere hier nur wirklich ersichtliche Fehler und auf keinen Fall komplette Textpassagen. Denke daran: du schreibst einen Blog-Artikel und kein Buch. Es muss also nicht immer alles zu 200% korrekt sein, auch wenn das natürlich das Ziel ist. Aber die Uhr tickt und du läufst unter Umständen sonst Gefahr, den Text am Ende wieder kaputt zu machen. Also stehe zu dem, was du geschrieben hast und achte bei deinem letzten Lesen nur auf grobe und ersichtliche Fehler.

#13 Blogartikel veröffentlichen

Jetzt ist die Arbeit getan und du bist fertig. Dein Herz klopft, der Schweiß steht dir auf der Stirn – du bist aufgeregt!

Aber keine Angst, gerade am Anfang ist das ganz normal und jetzt musst du dich nur noch trauen und deinen Artikel auf die Reise schicken.

Nimm allen Mut zusammen und klicke den blauen Button „Veröffentlichen“.

yeah

Glückwunsch! Du hast es geschafft und deinen Artikel veröffentlicht.

Fazit

Einen Blogartikel zu schreiben ist gar nicht so schwer, du musst es einfach nur machen. Wenn du dich an diesen 13-Punkte-Plan hältst, gelingt dir der Einsteig in die Welt des professionellen Bloggen’s einfacher und du lernst bei jedem neuen Artikel eigene Wege zur optimalen Erstellung deiner Artikel.

Und das Wichtigste: Finde deinen eigenen Stil, kopiere nicht einfach alles und filtere das heraus, was nicht zu deinem Stil und deinem Ziel passt.

Welche Erfahrungen hast du beim Schreiben deiner Blogartikel gemacht?

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